Oberseminar Südwest

Das Oberseminar Südwest ist eine gemeinsame Veranstaltung von MathematikdidaktikerInnen aus Hochschulen in Frankfurt, Heidelberg, Landau, Mainz, Paderborn, Saarbrücken und Weingarten.

Das Oberseminar Südwest findet zweimal jährlich ganztägig statt und dient der offenen Diskussion aktueller unterrichtsrelevanter Forschung und Lehre zu Theorie und Praxis des Mathematikunterrichts, insbesondere der DoktorandÍnnenbildung.

E-Mail-Verteiler oberseminar-sw[at]mathe-labor.de


Frühjahr 2016

Organisatorisches

Das Oberseminar Südwest findet am 18. Juni 2016 in Saarbrücken statt, im Klassensaal (Raum 2.16) im Gebäude E 2 4 (FR 6.1 Mathematik) auf dem Campus der Universität des Saarlandes.

Angemeldete Teilnehmende (Stand: 24.05.16)

  • Bernhard Burgeth (Saarbrücken)
  • Patrizia Enenkiel (Landau)
  • Christian Fahse (Landau)
  • Katharina Gaab (Saarbrücken)
  • Manuel Garcia Mateos (Saarbrücken)
  • Marcel Gruner (Mainz)
  • Rita Hofmann (Landau)
  • Anselm Lambert (Saarbrücken)
  • Paul Libbrecht (Weingarten)
  • Verena Metz (Saarbrücken)
  • Anna Noll (Landau)
  • Guido Pinkernell (Heidelberg)
  • Jürgen Roth (Landau)
  • Michaela Scheuring (Landau)
  • Philipp Ullmann (Frankfurt)
  • Markus Vogel (Heidelberg)
  • Marie-Christine von der Bank (Saarbrücken)
  • Moritz Walz (Landau)

Vortragende

  • Philipp Ullmann (Frankfurt) Vortrag
    Damals war alles besser – irgendwie
    Zusammenfassung folgt
  • Moritz Walz (Landau) - Vortrag und Workshop
    Messung Diagnostischer Kompetenz im Bereich Terme durch Videovignetten
    Diagnostische Kompetenz ist von großer Bedeutung für ein professionelles Lehrerhandeln. Im Rahmen einer Masterveranstaltung soll nun die Diagnostische Kompetenz der Studierenden im Bereich Terme gemessen werden. Hierfür wurden drei kurze Videovignetten erstellt, welche einem Expertenrating unterzogen werden sollen. Somit kann der Grad der Übereinstimmung der Studierendenantworten mit den Expertenantworten als Anhaltspunkt für die Diagnostische Kompetenz der Studierenden herangezogen werden.
    An diesen Kurzvortrag schließt sich eine Arbeitsphase an, in der die Teilnehmenden selbstständig Diagnoseaufträge zu den erstellten Videovignetten bearbeiten können.


Herbst 2015

Organisatorisches

Programm

Samstag, 07.11.2015

9:00 Informeller Beginn mit Kaffee und Tee

9:15 Christian Fahse
Erklären, Begründen, Beweisen, Argumentieren - Versuch einer Erläuterung

10:45 Pause

11:00 Tobias Rolfes
Lernwirksamkeit von dynamischen und animierten Repräsentationen

12:30 Mittagesssen im Ristorante Raffaele

13:45 Martin Mattheis
Begabungs- und Interessenförderung im Schulalltag und in der Lehrerbildung

15:15 Planung des nächsten Oberseminars 

15:45 Ende


Vortragende in Landau

  • Christian Fahse (Landau)
  • Tobias Rolfes (Landau)
  • Martin Mattheis (Mainz)

Angemeldete Teilnehmende

  • Marie-Elena Bartel (Landau)
  • Bernhard Burgeth (Saarbrücken)
  • Christian Fahse (Landau)
  • Katharina Gaab (Saarbrücken)
  • Rita Hofmann (Landau)
  • Anselm Lambert (Saarbrücken)
  • Martin Mattheis (Mainz)
  • Anna Noll (Landau)
  • Guido Pinkernell (Heidelberg)
  • Verena Rembowski (Saarbrücken)
  • Matthias Römer (Saarbrücken)
  • Tobias Rolfes (Landau)
  • Jürgen Roth (Landau)
  • Michaela Scheuring (Landau)
  • Philipp Ullmann (Frankfurt)
  • Markus Vogel (Heidelberg)

Ankündigungstexte

Christian Fahse
Erklären, Begründen, Beweisen, Argumentieren - Versuch einer Erläuterung

Zunächst wird exemplarisch die Literatur zu den obigen Begriffen vergleichend gesichtet. Es zeigt sich, dass z. T. stark widersprüchliche Auffassungen von diesen im Alltag geläufigen Begriffen besteht. Sodann werden Kriterien für eine sinnvolle Begriffsklärung diskutiert. Diese Diskussion mündet in einen Vorschlag für eine praktikable einheitliche Auffassung der vier Begriffe. Die Diskussion im Plenum könnte diesen Vorschlag kritisch beleuchten, aber auch über den Vortag hinausgehen und allgemein auf den Prozess der Begriffsbildung in der Mathematikdidkatik eingehen. Letzteres scheint zu vielen anderen Vorträgen im Oberseminar zu passen.


Tobias Rolfes
Lernwirksamkeit von dynamischen und animierten Repräsentationen

Im Vortrag werden Ergebnisse einer empirischen Untersuchung zur Lernwirksamkeit von dynamischen und animierten Repräsentationen präsentiert. In einem Posttest-Only randomisierten Design wurden Schülerinnen und Schülern eines Gymnasiums (N ≈ 150) in drei Experimentalgruppen eingeteilt (dynamisch, animiert und statisch). In jeder Experimentalgruppe arbeiteten die Schülerinnen und Schüler 25 Minuten in einer computergenerierten Lernumgebung. Direkt im Anschluss an die Lernumgebung erhielten die Probanden einen Nachtest zur Evaluierung ihres Lernfortschritts. Außerdem wurden mehrere Variablen der Probanden zur Analyse von Aptitude Treatment Interaction erhoben (z.B. Selbstwirksamkeitsüberzeugung in Mathematik, Kontrollüberzeugung Computer, Fähigkeitstest Grapheninterpretation, IST-Skala Würfelrotation, KFT-Skala Figurale Analogien).


Martin Mattheis
Begabungs- und Interessenförderung im Schulalltag und in der Lehrerbildung

Als engagierter Gymnasiallehrer und an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Lehrender für Mathematikdidaktik wird der Referent einen Einblick in Möglichkeiten und Grenzen der Begabungs- und Interessenförderung im Alltag des schulischen Mathematikunterrichts geben. Dabei kommen sowohl schulische Möglichkeiten als auch universitäre Angebote für Schülerinnen und Schüler wie z. B. die Mainzer Mathe Akademie zur Sprache.
Durch den Einsatz des Referenten in Schule und Universität kann er sowohl über die Einbindung von Studierenden in Schülerprojekte als auch über die Verwendung von Schülerprodukten in seinen universitären Lehrveranstaltungen berichten.



Frühjahr 2015

Organisatorisches

Das Oberseminar Südwest findet am 25. April 2015 in Saarbrücken statt, im Klassensaal (Raum 2.16) im Gebäude E 2 4 (FR 6.1 Mathematik) auf dem Campus der Universität des Saarlandes.

Zeitplan

9:30 Uhr Informeller Beginn bei Kaffee & Co
9:45 Uhr Vortrag, Workshop und Diskussion Marie-Elene Bartel (Landau)
11:15 Uhr Kaffeepause
11:30 Uhr Vortrag und Diskussion Verena Rembowski (Saarbrücken)
13:00 Uhr Mittagessen
14:15 Uhr Vortrag und Diskussion Tobias Wiernicki-Krips (Aachen)
15:45 Uhr Kaffeepause
16:00 Uhr Vortrag und Diskussion Anselm Lambert (Saarbrücken)
17:30 Uhr Planung des nächsten Oberseminars
17:45 Uhr Ende

Angemeldete Teilnehmende

  • Marie-Elene Bartel (Landau)
  • Christian Fahse (Landau)
  • Katharina Gaab (Saarbrücken)
  • Anselm Lambert (Saarbrücken)
  • Paul Libbrecht (Weingarten)
  • Verena Rembowski (Saarbrücken)
  • Jürgen Roth (Landau)
  • Ysette Weiss-Pidstrygach (Mainz)
  • Tobias Wiernicki-Krips (Aachen)
  • Marie-Christine von der Bank (Saarbrücken)
  • Klaus-Peter Wolff (Wörth)
  • Antonia Zeimetz (Frankfurt)

Vortragsthemen

Marie-Elene Bartel
Diagnostische Kompetenz durch Videovignetten fördern

Diagnostische Kompetenz ist für ein professionelles Lehrerhandeln von großer Bedeutung. Konzepte zu deren Förderung im Rahmen von Großveranstaltungen der Mathematiklehramtsausbildung fehlen jedoch bisher. Wir möchten mit Videovignetten und weiteren Materialien, die aus Gruppenarbeitsprozessen in einem Schülerlabor stammen, die Diagnosefähigkeit der Studierenden einschätzen und ihnen praxisnahe Erfahrungen zur Entwicklung ihrer Diagnosekompetenz ermöglichen. Im Vortrag wird dieses Vorgehen zunächst dargestellt und diskutiert.

An diesen Vortrag schließt sich eine Arbeitsphase an, in der die Teilnehmenden selbstständig Diagnoseaufträge zu verschiedenen Videovignetten bearbeiten können.

Verena Rembowski
Grundvorstellungen in der Geometrie - ein Diskussionsbeitrag

Als Unterprunkt meines Vortrags „Das Begriffsfeld – eine semiotisch-psychologische Sicht auf Begriffsbildung“ im Herbst wurden Grundvorstellungen als Verbindungsglied eines Begriffsbildes und einer Begriffskonvention thematisiert. In diesem Diskussionsbeitrag soll an den Vortrag angeknüpft werden, und es sollen einige der vielen offenen Fragen rund um Grundvorstellungen in der Geometrie diskutiert werden.

Tobias Wiernicki-Krips
Inversion als Fundamentale Idee

Invertieren ist in vielen Teilbereichen der (Schul-)Mathematik von Bedeutung: z.B. beim Gleichungslösen, bei Umkehroperationen, Umkehrfunktionen, Zahlbereichserweiterungen und beim Rückwärtsarbeiten als Problemlösestrategie. Inhalte unterschiedlicher Themen und Jahrgangsstufen können daher unter dem Blickwinkel des Invertierens miteinander vernetzt werden. 
Das unterrichtspraktische Potential für den Mathematikunterricht der Sek. I/II wird an zwei Beispielen ausführlicher betrachtet, die unter dem Aspekt des Invertierens bisher wenig beachtet wurden. Das erste Beispiel ist die Wahrscheinlichkeitsverteilung einer Zufallsgröße, bei dem das herkömmliche Stochastik-Curriculum eine aufklärungswürdige Unschärfe aufweist. Hier ist die Urbildfunktion einer Zufallsgröße wesentlich und auf unterschiedlichen Niveaus für Schülerinnen und Schüler zugänglich. Als zweites Beispiel wird das Bestimmen von Quantilen behandelt, in dem Invertieren zu Mehrdeutigkeiten führt und deswegen Festlegungen erfordert.

Anselm Lambert
Was ich im ersten Semester lehre

Wie lehrt man mathematikdidaktisches Denken? Oder führt zumindest darin ein? Im ersten Semester? Im Vortrag wird vorgestellt und diskutiert, welche Antworten darauf in der Praxis an der Universität des Saarlandes im Rahmen der Vorlesung "Didaktik I: Mathematik und Wirklichkeit" gegeben werden (sollen). Insbesondere spielen auch die für die Veranstaltung ausgewählten Inhalte eine zentrale Rolle: Was ist der zugrundegelegte mathematikdidaktische Grundwortschatz?


Herbst 2014

Organisatorisches

Programm

Freitag, 28.11.2014

18:00 Informeller Beginn

18:15 Lutz Führer
Wie weit reicht "Mathematikdidaktik vom Fach aus" aus, und wo nicht?

20:30 Kleiner „Gesellschaftsabend"
Restaurant Poseidon, Schützengasse 4, 76829 Landau

Samstag, 29.11.2014

9:00 Informeller Beginn mit Kaffee und Tee

9:15 Anna Schäfer
Statistical Literacy im Stochastikunterricht der Sekundarstufe II – am Beispiel des Hypothesentests?

10:45 Pause

11:00 Verena Rembowski
Das Begriffsfeld - eine semiotisch-psychologische Sicht auf Begriffsbildung

12:30 M I T T A G E S S E N im Ristorante Raffaele

13:45 Paul Libbrecht
Ermächtigung duch Notationen und deren Manipulation

15:15 Pause

15:30 Matthias Römer
Titel des Vortrages folgt

17:00 E N D E

Vortragende in Landau

  • Lutz Führer (Frankfurt)
  • Paul Libbrecht (Weingarten)
  • Verena Rembowski (Saarbrücken)
  • Matthias Römer (Saarbrücken)
  • Anna Schäfer (Paderborn)

Angemeldete Teilnehmende

  • Bernhard Burgeth (Saarbrücken)
  • Christian Fahse (Landau)
  • Lutz Führer (Frankfurt)
  • Katharina Gaab (Saarbrücken)
  • Florian Kern (Saarbrücken)
  • Katja Krüger (Paderborn)
  • Anselm Lambert (Saarbrücken)
  • Paul Libbrecht (Weingarten)
  • Martin Mattheis (Mainz)
  • Guido Pinkelnell (Heidelberg)
  • Verena Rembowski (Saarbrücken)
  • Matthias Römer (Saarbrücken)
  • Jürgen Roth (Landau)
  • Anna Schäfer (Paderborn)
  • Markus Vogel (Heidelberg)
  • Marie-Christine von der Bank (Saarbrücken)
  • Klaus-Peter Wolff

Ankündigungstexte

Lutz Führer
Wie weit reicht "Mathematikdidaktik vom Fach aus" aus, und wo nicht?

Erich Chr. Wittmann hat sich kürzlich - wieder - vehement für "Mathematikdidaktik vom Fach aus" (im weiteren hier kurz "MaDiFa") eingesetzt, womit er eine zeitgemäße Erweiterung der traditionellen Stoffdidaktik durch Bezug auf stufengrechtes Unterrichten und mathematische Heuristik meint. Das Dortmunder Projekt Mathe 2000 illustriert als Beispiel sehr gut, was er meint. Soweit es die Erneuerung der Stoffdidaktik durch "implizite Fachtheorie beim schöpferischen Mathematiktreiben" und Entdeckungslernen betrifft, dürften Wittmanns Vorstellungen im Kreis des OS-SW konsensfähig sein, auch bzgl. seiner Kritik an der empiUFO "zweiter Art", d. h. analytisch und a posteriori ansetzend. Wittmann betont auch wiederholt, dass er andere Ansätze von Mathematikdidaktik durchaus hilfreich findet und teilweise auch für notwendig hält, aber er argumentiert doch für einen Primat der MaDiFa.

Paul Libbrecht
Ermächtigung durch Notationen und deren Manipulation

In diesem Vortrag werde ich mathematische Notationen unter der "mechanischen" Perspektive analysieren. In dieser Perspektive erscheinen mathematische Sätze als fast natürliche Spielregeln. Diese Perspektive wird für historische Notationen angewandt, in Vergleich zu unseren aktuellen und die von anderen Ländern. Diese Perspektive sollte zeigen wie ermächtigend eine richtige Notation ist.

Verena Rembowski
Das Begriffsfeld - eine semiotisch-psychologische Sicht auf Begriffsbildung

Ausgehend von einem semiotischen Dreieck wurde durch Berücksichtigung möglicher Mehrdeutigkeiten, die Begriffs-Missverständnisse begründen können, das Begriffsfeld in Form eines semiotischen Dreiecksprismas erarbeitet. Im Begriffsfeld lassen sich Begriffsbild und Begriffskonvention (als Vorschlag theoretischer Fundierungen von Concept Image und Concept Definition) gegenüberstellen. (Normative) Grundvorstellungen können als Verbindungsglied zwischen Begriffsbild und Begriffskonvention dienen. Das Begriffsfeld eignet sich dabei insbesondere zur Konzeptualisierung der Begriffsbildung in der Geometrie, was in der konkreten Natur vieler geometrischer Objekte begründet ist.

Im Vortrag soll das Modell des Begriffsfeldes vorgestellt werden. Insbesondere sollen außerdem der in dieses Modell eingebettete Grundvorstellungsbegriff und eine Präzisierung für die Geometrie diskutiert werden sowie offene Fragen angesprochen werden. Eventuell wird außerdem eine Workshop-Phase zur Diskussion des Umgangs mit Schüler(innen)antworten zum Würfelbegriff anschließen.

Anna Schäfer
Statistical Literacy im Stochastikunterricht der Sekundarstufe II – am Beispiel des Hypothesentests?

Der Forderung nach Statistical Literacy wird seit einigen Jahren insbesondere im angelsächsischen Raum große Aufmerksamkeit gewidmet. Doch was kann Statistical Literacy im Stochastikunterricht der Sekundarstufe II bedeuten?

Aufbauend auf dem Modell von Iddo Gal zu den Komponenten von Statistical Literacy wurde ein Analyserahmen zum Themengebiet des Hypothesentests entwickelt und damit verschiedene Schulbücher analysiert. Im Fokus standen Fragen wie

  • „An welchen Kontexten werden die Inhalte erarbeitet?“
  • „Gibt es Aufgaben mit gesellschaftlicher Relevanz?“
  • „Werden die Lerninhalte an realistischen Daten erarbeitet?“

Diese Schulbuchanalyse soll auszugsweise vorgestellt und anhand einzelner Beispiele diskutiert werden. Letztendlich soll sich zeigen, welche Komponenten in den Schulbüchern noch nicht ausreichend berücksichtigt werden. Die Ergebnisse sollen in Form von Kriterien als Grundlage für die Konstruktion von geeigneten Unterrichtsbeispielen zur Förderung von Statistical Literacy dienen.

Matthias Römer
Explikation Subjektiver Theorien – Ein Ansatz zur Diskussion

Der Vortrag beleuchtet die Komplexität der Erfassung Subjektiver Theorien, insbesondere deren Explikation. Schwerpunkt dieses Vortrages ist ein qualitativer Ansatz zur Kategorisierung explizierter Subjektiver Theorien von Mathematiklehrkräften. In der Gegenüberstellung mit der im letzten Oberseminar bereits angerissenen quanititativen Methode zur Erfassung werden Vor- und Nachteile beider Möglichkeiten herausgearbeitet. Hierbei wird deren Nutzen für eine Gesamtaussage hinsichtlich der Forschungsfrage, ob Lehrerfortbildung an diesen Subjektiven Theorien etwas ändern kann, bewertet.

Eine kurze Schilderung der Grundkonzeption des Programmes wird vorangestellt.


Frühjahr 2014

Organisatorisches

Das Oberseminar Südwest findet am 16. Mai 2014 in Saarbrücken statt. Die Vorträge mit Diskussion sind am Freitag den 16. Mai 2014 im Gebäude E 2 4 (FR 6.1 Mathematik) auf dem Campus der Universität des Saarlandes. Am Vorabend ist wie üblich Gelegenheit zu einem gemeinsamen Abendessen für die bereits angereisten Teilnehmenden. Ein genauer Zeit- und Raumplan wird noch hier bekannt gegeben. Wer ein Zimmer zur Übernachtung benötigt, wendet sich bitte an Frau Mißler.

Programm

9:30 Informeller Beginn mit Kaffee und Tee

10:00 Begrüßung

10:15 Marie-Christine von der Bank

Fundamentale Ideen für den Mathematikunterricht

11:45 M I T T A G E S S E N im Stuhlsatzenhaus

13:15 Philipp Ullmann

Modellieren. Von Datensätzen zu Datenbildern.

14:00 P A U S E

14:15 Lutz Führer

YBC 7289 -  Didaktische Spekulationen zur Keilschrifttafel YBC 7289 und zur Kultur der altbabylonischen Sekundarmathematik

15:45 Organisation

16:00 E N D E

Vorträge in Saarbrücken - Ankündigungstexte

Lutz Führer (Frankfurt) YBC 7289 -  Didaktische Spekulationen zur Keilschrifttafel YBC 7289 und zur Kultur der altbabylonischen Sekundarmathematik

Auf der Suchen nach "den" ältesten Quellen zum "Satz des Pythagoras" stieß ich natürlich auch auf die berühmte Tafel YBC 7289, auf der die Quadratwurzel aus Zwei mit drei korrekten Sexagesimalstellen angegeben steht, d. h. auf sechs dezimale Nachkommastellen genau. Eine solche Genauigkeit war auch für die altbabylonische Mathematik (1. Drittel des 2. Jtsd. vor Chr.; vier Drittel Jtsd. vor Pythagoras) ungewöhnlich und fand erst in der Astronomie der hellenistischen oder sogar erst der spätantiken Zeit Anwendungssinn (Hipparchos, um 150 v. Chr; Ptolemäus, um 150 n. Chr.) . Seit der ersten Veröffentlichung der Tafel 1945 im Klassiker von Neugebauer/Sachs rissen die Spekulationen nicht ab, was die Tafel welchen Zeitgenossen mathematisch  gesagt haben mochte, wie der genaue Wert gefunden wurde und - in den letzten Jahrzehnten hauptsächlich: - wer sich warum damals um so etwas Abartiges bemüht haben mochte.
Es wäre sicher überzogen, aus den vorhandenen sumerisch-babylonischen Puzzle-Teilen ein geschlossenes Bild "der (!???) Wiege der Mathematik" zusammen zu schustern. Aber es ist für das Nachdenken über ernsthaftes Mathematiklernen gewiss anregend, - nach Kräften historiographisch gestützt: - EINEN Weg in nicht-utilitaristische, mehr oder minder "Reine" Mathematik zu skizzieren, der vor 4000 Jahren auf das Niveau der "Pythagoras-Regel" und "metrischer" quadratischer Gleichungen geführt hat bzw. haben könnte. Im Vortrag soll versucht werden, aus der Überfülle verstreuter Informationsbrocken EIN plausibles (Vor-) Bild für (heutigen) Mathematikerwerb zu entwickeln. - Vielleicht könnte Derartiges ja auch ein wenig dazu beitragen, das herablassend-herzlose Zerrbild vom Orient und seinen Migranten abzuschwächen.

Philipp Ullmann (Frankfurt) Modellieren. Von Datensätzen zu Datenbildern.

Modellieren ohne Daten ist schlechterdings undenkbar. Und doch ist eine dezidiert mathematikdidaktische Perspektive auf das Verhältnis von Daten und Modellen immer noch Desiderat. Dass und warum sich hier ein lohnendes Feld eröffnet, will ich in meinem Vortrag beispielhaft zeigen.

Marie-Christine von der Bank (Saarbrücken) Fundamentale Ideen für den Mathematikunterricht

Seit drei Jahren beschäftige ich mich im Rahmen meines Dissertationsprojektes mit Theorien Fundamentaler Ideen. Das Kernstück meiner Arbeit bildet - neben einer ausführlichen Literaturschau - ein Vorschlag, Fundamentale Ideen für den Mathematikunterricht wirksamer zu machen. Dazu habe ich ausgehend von einem Ideenkatalog von Anselm Lambert eine unterrichtspragmatische Reduktion dieser Theorie zu einem Vernetzungspentagraphen entwickelt, der zur Analyse von Unterrichtsinhalten genutzt werden kann.

Aus dem Oberseminar bekam ich zahlreiche Anregungen für meine Arbeit, die mir halfen, meine Position im "Labyrinth" der Fundamentalen Ideen zu klären. Meinen dritten Vortrag im Oberseminar möchte ich daher nutzen, einige dieser Anregungen aufzugreifen und sie in den aktuellen Stand meiner Dissertation einzuordnen.

Bisher angemeldete Teilnehmende

  • Katharina Gaab (Saarbrücken)
  • Lutz Führer (Frankfurt)
  • Kerstin Gozemba (Saarbrücken)
  • Florian Kern (Saarbrücken)
  • Katja Krüger (Paderborn)
  • Anselm Lambert (Saarbrücken)
  • Paul Libbrecht (Halle)
  • Guido Pinkernell (Heidelberg)
  • Verena Rembowski (Saarbrücken)
  • Matthias Römer (Saarbrücken)
  • Jürgen Roth (Landau)
  • Philipp Ullmann (Frankfurt)
  • Marie-Christine von der Bank (Saarbrücken)
  • Markus Vogel (Heidelberg)
  • Ysette Weiss-Pidstrygach (Mainz)
  • Klaus P. Wolff (Wörth)

Herbst 2013 


Organisatorisches

  • Das Oberseminar Südwest findet am 16. November 2013 von 10:00 - 16:30 Uhr in Landau statt.
  • Demnächst findet man einen Flyer hier.
  • Übernachtung: Kurpfalzhotel Landau (ca. 20 Gehminuten zur Uni)
  • Hier geht es zu einer Karte von Landau, in der der Uni-Campus, das Kurpfalzhotel, der Bahnhof und das Ristorante Raffaele eingetragen sind.

Programm

Samstag, 16.11.2012

9:30 Informeller Beginn mit Kaffee und Tee

10:00 Martin Dexheimer

Vernetzter Einsatz von Simulationen und gegenständlichen Modellen im Mathematikunterricht der Sekundarstufe II

11:30 Pause

11:45 Jennifer Postupa

Zur Analyse außermathematischer Einflussfaktoren auf (historische) Mathematikschulbücher

13:15 M I T T A G E S S E N im Raffaele

14:45 Organisation

15:00 Anselm Lambert

Die Studie "Bürgerkompetenz Rechnen"

16:30 E N D E

Vortragende in Landau

  • Martin Dexheimer
  • Anselm Lambert
  • Jennifer Postupa

Angemeldete Teilnehmende

  • Bernhard Burgeth (Saarbruecken)
  • Martin Dexheimer (Landau)
  • Silke Fleckenstein (Halle-Wittenberg)
  • Katharina Gaab (Saarbrücken)
  • Florian Kern (Saarbrücken)
  • Katja Krüger (Paderborn)
  • Anselm Lambert (Saarbrücken)
  • Paul Libbrecht (Weingarten)
  • Martin Mattheis (Mainz)
  • Guido Pinkelnell (Heidelberg)
  • Christine Plicht (Heidelberg)
  • Jennifer Postupa (Nürnberg)
  • Verena Rembowski (Saarbrücken)
  • Tobias Rolfes (Landau)
  • Matthias Römer (Saarbrücken)
  • Jürgen Roth (Landau)
  • Philipp Ullmann (Frankfurt)
  • Markus Vogel (Heidelberg)
  • Marie-Christine von der Bank (Saarbrücken)
  • Klaus P. Wolff (Wörth)

Ankündigungstexte

Martin Dexheimer
Vernetzter Einsatz von Simulationen und gegenständlichen Modellen im Mathematikunterricht der Sekundarstufe II

Im Rahmen des Vortrags soll anhand einer ersten Idee für eine Laborstation des Mathematik-Labors der vernetzte Einsatz von GeoGebra-Simulationen und gegenständlichen Modellen im Bereich Analysis bzw. Lineare Algebra sowie die geplante, daran anknüpfende empirische Untersuchung vorgestellt und diskutiert werden.

Anselm Lambert
Die Studie "Bürgerkompetenz Rechnen"

Am 29.5.13 veröffentlichte DIE ZEIT unter dem Titelthema "Damit müssen Sie rechnen!" den Bericht "So rechnet Deutschland" und im Internet den Kurzbericht "Deutschland braucht Nachhilfe in Mathe" über die Studie "Bürgerkompetenz Kompetenz Rechnen" zu den Rechenfähigkeiten der Deutschen im Alltag. Am gleichen Tag wurde die Ergebnisse in Berlin der Presse vorgestellt.

Im Auftrag der Stiftung Rechnen und in Kooperation mit der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH forsa, den Universitäten Halle-Wittenberg und des Saarlands wurden erwachsene Deutsche hinsichtlich ihrer mathematischen Kompetenz in Alltagssituationen getestet. Die Testaufgaben wurden von Ulrich Kortenkamp und mir erarbeitet bzw. zusammengestellt. An der von forsa durchgeführten Untersuchung nahmen insgesamt 1.027 erwachsene Deutsche (Altersgruppe 18 bis 65 Jahre) über das bevölkerungsrepräsentative Panel forsa.Omninet teil. Der Rechentest deckt grundlegende mathematische Teilgebiete des Alltags ab. Die Ergebnisse zeigen deutliche Defizite der Deutschen beim Rechnen im Alltag. Der Bericht zu den bisherigen Studienergebnissen, die einen ersten Blick in die Daten darstellen, liegt als PDF vor (download). Über diesen möchte ich diskutieren Eine detailliertere wissenschaftliche Analyse folgt. Mehr zur Studie (Pressereaktionen usw.).

Jennifer Postupa
Zur Analyse außermathematischer Einflussfaktoren auf (historische) Mathematikschulbücher

Neben mathematischen Inhalten spielen in Schulbüchern auch eine Reihe außermathematischer Einflüsse eine Rolle. Diese zeigen sich beispielsweise in den vorkommenden Sachthemen, oder in der didaktischen Umsetzung. Im Vortrag wird eine kurze Einführung in das Projekt gegeben, das sich mit der Veränderung solcher außermathematischen Merkmale in den vergangenen zwei Jahrhunderten beschäftigt. Dazu wird ein Werkzeug vorgestellt, um insbesondere Veränderungen sichtbar zu machen, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich sind


Frühjahr 2013

Organisatorisches

Das Oberseminar Südwest findet am 25./26. April 2013 in Saarbrücken statt. Die vier Vorträge mit Diskussion sind am Freitag den 26. April 2013 im Gebäude E 2 4 (FR 6.1 Mathematik) auf dem Campus der Universität des Saarlandes. Am Vorabend ist wie üblich Gelegenheit zu einem gemeinsamen Abendessen für die bereits angereisten Teilnehmenden. Ein genauer Zeitplan wird noch hier bekannt gegeben.

Vortragende (und Zeitplan) in Saarbrücken

9:30 Marie-Christine von der Bank (Saarbrücken)

Fundamentale Ideen – (Weiter-)entwicklung einer Theorie zu deren unterrichtspraktischer Nutzung

Mit Einführung von Bildungsstandards durch die KMK wurde begonnen Lehrpläne und Abschlussprüfungen durch Leitideen und allgemeine Kompetenzen zu standardisieren. Eine solche Orientierung an für die Mathematik zentral erscheinenden Aspekten setzt sich derzeit auch wieder international immer stärker durch, wie ein Blick z. B. nach Österreich oder in die USA zeigt. In der (deutschsprachigen) mathematikdidaktischen Forschung wurde eine solche Ausrichtung des Unterrichtstoffes unter „Fundamentalen Ideen“ (oder anderen Bezeichnern) schon vielfach vielfältig diskutiert. Im Vortrag werden die Forschungsdebatte skizziert und dabei unterschiedliche Ansätze vergleichend gegenübergestellt. Die so herausgearbeiteten Unterschiede und Gemeinsamkeiten dienen dann als Basis für die Entwicklung eines Modells zur Theorie Fundamentaler Ideen und deren unterrichtspraktischer Nutzung. Dazu wird zunächst das Begriffsverständnis Fundamentaler Ideen um bislang unberücksichtigte Aspekte von Mathematik erweitert und die resultierende Theorie anschließend auf ihren unterrichtspragmatischen Kern reduziert.

11:00 Kaffee & Co

11:15 Matthias Römer (Saarbrücken)

Erfassung, Beschreibung und Klassifizierung subjektiver Theorien von Lehrkräften
- Ein Ansatz zur Einschätzung der Wirksamkeit einer Lehrerfortbildung

Was verändert sich wenn Mathematiklehrerinnen und –lehrer Fortbildungen besuchen und stehen die erwarteten Effekte tatsächlich in einem vernünftigen Maß zum Aufwand oder ist dieser eher vergebens? Das Fortbildungsprogramm KOSINUS geht im Saarland nun in sein fünftes Jahr. Begleitend dazu wurden die subjektiven Theorien von Lehrkräften vor und nach Besuch der Fortbildungen empirisch erfasst.
Basierend auf einer Schilderung der Evaluationsinstrumente und deren theoretischen Hintergründe werden verschiedene Ansätze zur Auswertung und deren sinnhafter Beitrag zur mathematikdidaktischen Erkenntnisgewinnung bei der Erfassung, Beschreibung und Klassifizierung der Effektivität des Fortbildungsprogrammes diskutiert. Eine kurze Schilderung der Grundkonzeption des Programmes wird vorangestellt.

12:45 Mittagessen

14:00 Tobias Rolfes (Landau)

Der Kovariationsaspekt und externe Repräsentationen

Im  Mathematikunterricht der Sekundarstufe I wird der Themenbereich Funktionaler Zusammenhang gegenwärtig vom Zuordnungsaspekt dominiert. Allerdings sollte für die Entwicklung des funktionalen Denkens der Kovariationsaspekt nicht vernachlässigt sondern bereits frühzeitig angebahnt werden. Da die unterrichtliche Bearbeitung des Konzeptes der Kovariation nur über externe Repräsentationen erfolgen kann, stellt sich die Frage, in welcher Weise die Repräsentationsformen unterschiedlich geeignete Zugänge zum Kovariationsaspekt bieten. Im Vortrag werden Forschungsfragen und geplante empirische Untersuchungen diskutiert.

15:15 Kaffee & Co

15:30 Stefan Schumacher (Landau)

Darstellungskompetenz - am Beispiel von Grundvorstellungen von Bruchzahlen

Unter Darstellungskompetenz wird das eigenständige Erzeugen von Darstellungen mathematischer Gegenstände oder allgemeiner, die eigenständige Generierung externer Repräsentationen verstanden. Im Bereich der Grundvorstellungen zu Bruchzahlen und der Bruchrechnung, seien an dieser Stelle Skizzen, sprachliche Darstellungen und die mathematisch-symbolische Bruchschreibweise hervorgehoben.

Die Generierung externer Repräsentationen von Erkenntnisprozessen hat eine besondere Bedeutung in selbstständigkeitsorientierten Lernumgebungen, da sie als Werkzeug zur externen Speicherung von Wissen bzw. Erkenntnissen angesehen werden kann. Durch das externe Darstellen von Erkenntnisprozessen werden diese zum einen reflektiert, zum anderen wird das Arbeitsgedächtnis entlastet.

Im Vortrag werden das theoretische Konzept der Darstellungskompetenz, Forschungsfragen und eine im Rahmen des Mathematik-Labors „Mathe ist mehr“ durchgeführte Studie zusammen mit ersten empirischen Ergebnissen präsentiert.

16:45 Abschlussbesprechung

Angemeldete Teilnehmende

  • Bernhard Burgeth (Saarbrücken)
  • Katharina Hewer (Saarbrücken)
  • Lutz Führer (Frankfurt)
  • Florian Kern (Saarbrücken)
  • Anselm Lambert (Saarbrücken)
  • Silke Ladel (Saarbrücken)
  • Guido Pinkernell (Heidelberg)
  • Verena Rembowski (Saarbrücken)
  • Matthias Römer (Saarbrücken)
  • Tobias Rolfes (Landau)
  • Jürgen Roth (Landau)
  • Stefan Schumacher (Landau)
  • Marie-Christine von der Bank (Saarbrücken)
  • Ysette Weiss-Pidstrygach (Mainz)
  • Christine Plicht (Heidelberg)

Herbst 2012 (Flyer hier)

Organisatorisches

  • Das Oberseminar Südwest findet am 15./16. November 2012 in Landau statt.
  • Es beginnt am Abend des 15. November 2012 mit einem Abendessen ab 20 Uhr im Ristorante Raffaele.
  • Termine: 
    • Verschicken der Einladungen und des Programms etwa am 1.9.2012
    • Anmeldungen bis zum 15.9.2012
  • Programm (Ankündigungstexte siehe unten)
Donnerstag, 15.11.2012
18:15 Ulrich Kortenkamp

Projekt: "Wieviel (relevante) Mathematik können Menschen nach der
Schule wirklich?"

20:30 Kleiner „Gesellschaftsabend“

Bistro Ristorante Raffaele, Rathausplatz 1, 6829 Landau



Freitag, 16.11.2012

9:00 Organisation
9:30 Chris Dohrmann
Gestaltungsprinzipien für Multi-Touch Lernumgebungen basierend auf
mathematischen Grundvorstellungen als Beitrag zum Begriffs- und
Konzepterwerb am Beispiel „Winkel“.
11:30 Verena Rembowski
Begriffslernen in der deutschen Mathematikdidaktik
des 20. Jahrhunderts
14:30 Christine Plicht
Diagramme im biologischen Unterrichtskontext - Eine Kategorisierung im
Schnittbereich von Mathematik und Biologie
16:15 Katharina Hewer
Geometrie in der "Hauptschule"
17:45 ENDE
  • Übernachtung: Kurpfalzhotel Landau (ca. 15 Gehminuten zur Uni)
  • Hier geht es zu einer Karte von Landau, in der der Uni-Campus, das Kurpfalzhotel, der Bahnhof und das Ristorante Raffaele eingetragen sind.

Vortragende in Landau

  • Ulrich Kortenkamp
  • Katharina Hewer
  • Verena Rembowski
  • Chris Dohrmann
  • Christine Plicht

Angemeldete Teilnehmende (Stand 28.08.2012)

  • Christine Plicht (Heidelberg)
  • Katharina Hewer (Saarbrücken)
  • Chris Dohrmann (Halle)
  • Verena Rembowski (Saarbrücken)
  • Philipp Ullmann (Frankfurt)
  • Florian Kern (Saarbrücken)
  • Ulrich Kortenkamp (Halle-Wittenberg)
  • Silke Ladel (Saarbrücken)
  • Anselm Lambert (Saarbrücken)
  • Matthias Römer (Saarbrücken)
  • Jürgen Roth (Landau)
  • Christian Fahse (Landau)
  • Markus Vogel (Heidelberg)
  • Marie-Christine von der Bank (Saarbrücken)
  • Ysette Weiss-Pidstrygach (Mainz)
  • Antonia Zeimetz (Saarbrücken)
  • Bernhard Burgeth (Saarbruecken)
  • Martin Dexheimer (Landau)
  • Judith Ames (Landau)
  • Renate Rasch (Landau)
  • Michael Johann (Landau)
  • Silke Fleckenstein (Halle)
  • Klaus P. Wolff (Wörth)

Ankündigungstexte

Chris Dohrmann
Gestaltungsprinzipien für Multi-Touch Lernumgebungen basierend auf
mathematischen Grundvorstellungen als Beitrag zum Begriffs- und
Konzepterwerb am Beispiel „Winkel“.

Geräte mit Multi-Touch Bildschirmen (u.a. Tablets, Smartphones,
Interaktive Tafeln), welche ausschließlich durch die Berührung eines oder
mehrerer Finger gesteuert werden, sind aufgrund ihrer intuitiven
Bedienkonzepte weit verbreitet. Ziel der Arbeit ist die Entwicklung von
Gestaltungsprinzipien für Multi-Touch Lernumgebungen basierend auf
mathematischen Grundvorstellungen als Beitrag zum inhaltlich qualitativen
Begriffs- und Konzepterwerb geometrischer Objekte und Relationen,
insbesondere unter Betrachtung einer "dynamischen Sichtweise" der
Konzeptentwicklung am Beispiel Winkel. Der Winkel ist ein sehr
facettenreiches Konzept dem vielfältige Definitionen zugrunde liegen, bei
denen jeweils ganz bestimmte Aspekte eines Winkelkonzeptes betont werden -
wie bspw. statische oder dynamische Aspekte. Mit Hilfe der MT-Technologie
ist es erstmals möglich, mathematische Grundvorstellungen im Kontext
computerbasierter Konstruktion und Manipulationen aufzugreifen. Bspw.
beschreibt eine Grundvorstellung zur Winkelmessung den Vorgang des Messens
als Überstreichen des Winkelfeldes zwischen zwei Schenkeln (dynamischer
Aspekt). Eine entsprechende MT-Geste könnte diese Grundvorstellung
aufgreifen, indem ein Finger den Scheitel markiert, während ein zweiter
Finger das Winkelfeld als Rotationsbewegung überstreicht. Der Vortrag
diskutiert einen Ansatz zur Begriffsbildung ausgehend von einem
dynamischen Winkelkonzept im Zusammenhang der Winkelkonzeptentwicklung und
die daraus resultierenden Forschungsfragen bzgl. der Zielstellung der
Arbeit.

Verena Rembowski
Begriffslernen in der deutschen Mathematikdidaktik des 20. Jahrhunderts

Die Mathematikdidaktik des 20. Jahrhunderts in Deutschland wurde durch
unterschiedliche didaktische Strömungen geprägt, die sich durch unterschiedlich
starke Bezüge zu verschiedenen Bezugswissenschaften, wie der Philosophie,
Psychologie und Mathematik, auszeichnen. Daraus folgt unmittelbar eine
unterschiedliche Behandlung des Themas des Begriffslernens, wobei sich sowohl
die dem Thema gewidmete Aufmerksamkeit, als auch die untersuchten Aspekte
unterscheiden. Von besonderem Einfluss auf den Schulunterricht ist dabei die
Frage, ob vor allem vom Standpunkt der Lernenden oder der Mathematik aus
gedacht wird, ob im Schulunterricht erworbene Begriffe demnach prototypisch
oder logisch repräsentiert sein sollen, und wie die Begriffe folglich gelernt werden
sollen. Im Vortrag wird ein Überblick über Ideen und Theorien zum
Begriffslernen unterschiedlicher didaktischer Strömungen gegeben, es werden
Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgestellt, und die Ideen und Theorien
werden zwischen den (hier zunächst naiv zu verstehenden) Polen von
Anschauung und Strenge verortet.

Christine Plicht
Diagramme im biologischen Unterrichtskontext - Eine Kategorisierung im
Schnittbereich von Mathematik und Biologie

Ein zentrales Kommunikationsmodell, das sowohl im Alltag als auch in den
meisten Schulfächern benutzt wird, sind Diagramme. Sie werden verwendet,
um eine visualisierte Darstellung fachbezogener Daten und Informationen
herzustellen. Gerade Biologie ist ein alltagsbezogenes Unterrichtsfach, in
dem Schüler und Schülerinnen mit Daten hantieren und diese
interpretieren. Einen ersten Überblick über Umfang und Vorkommnisse der
Diagramme, die ihnen im Fach Biologie begegnen, geben Schulbücher. Zur
Durchführung einer systematischen und qualitativen Analyse der
vorkommenden Diagramme wurde ein Kategoriensystem gebildet, das den
Schnittbereich Mathematik und Biologie berücksichtigt und außerdem die
grafische Darstellung und den Kontext der Diagramme differenziert
betrachtet. Im Vortrag soll diskutiert werden, wie die Einodrnung der
Diagramme auf ein Kompetenzmodell zur datenbasierten Lesekompetenz
übertragen werden kann, um so auch den biologischen Sachkontext zu
berücksichtigen. Die Auseinandersetzung damit ist Voraussetzung für eine
genauere diagnostische Untersuchung der Lesekompetenzen statistischer
Daten von Schülerinnen und Schülern im naturwissenschatlichen
Unterrichtskontext.


Katharina Hewer
Geometrie in der "Hauptschule".

Auch wenn es die "Hauptschule" vielerorts unter diesem Namen nicht mehr
gibt und eine entsprechende (mathematik-)didaktische Diskussion kaum
noch stattfindet, bleiben die klassischen Probleme der "Hauptschule" in der
Schulpraxis doch bestehen und werden durch sich verändernde
Rahmenbedingungen eher noch weiter verschärft als gemildert.
Im Vortrag wird eine Bestandsaufnahme zu geometriedidaktischen Diskussionen
zur Hauptschule (seit deren Institutionalisierung) exemplarisch skizziert, die als
Grundlage zur Diskussion einer Aktualisierung einer Geometriedidaktik für einen
allgemeinbildenden Unterricht in der "Hauptschule" dienen soll.


Frühjahr 2012

Organisatorisches

Das Oberseminar Südwest im Frühjahr 2012 fand am 12. April 2012 (am 2. Donnerstag im April) in Heidelberg an der PH statt. Beginn 9:30 - Ende 18:00.

Treffpunkt: Pädagogische Hochschule Heidelberg (Neubau), Im Neuenheimer Feld 561, Zimmer A236

Anfahrt:

  • Straßenbahn: Haltestelle Technologiepark aussteigen (Linien 24 oder 21) und in das Neuenheimer Feld an der Straße entlang hineinlaufen, dann kommt man direkt zum PH Neubau
  • Auto: entsprechend Haltestelle Technologiepark abbiegen und auf einem der Parkplätze nach dem PH-Gebäude (kostenpflichtig, andere Parkmöglichkeiten sind nicht vorhanden) parken
  • Bus: Die Linie 31 fährt direkt an die Haltestelle PH-Neubau

Programmplanung

Vormittags: Diskussion zur Weiterentwicklung des Oberseminars als Ort der DoktorandInnenbildung und des Austauschs über universitäre Lehre.

Nachmiittags (ab 13 Uhr): Angemeldete Vortragende

  • Silke Ladel (Karlsruhe) Zahlkonzepte und Multi-touch vor dem Hintergrund der Activity Theory
  • Marie-Christine von der Bank (Saarbrücken) Zum didaktischen Begriff "Fundamentale Idee"
  • Lutz Führer (Frankfurt) Elementare Näherungen an regelmäßige Vielecke
    Natürlich ist das Thema „reguläre Vielecke“ ein alter Hut. Ein sehr alter sogar. Inzwischen finden sich in der Schulmathematik außer Trivialfällen nur noch das Fünf- oder Zehneck, vielleicht noch Archimedes’ 96-Eck für die Kreisberechnung. Und im Algebra-Studium als Fossil-Anwendung Gauß’ endgültige Erledigung der „klassischen“ Konstruierbarkeitsfrage: Im „Wesentlichen“ gibt es nur sechs verschiedene klassisch-konstruierbare regelmäßige n-Ecke – jedenfalls soweit man bis heute weiß: für n = 3, 4, 5, 17, 257 und 65537. Die anderen sind daraus elementar ableitbar. Fertig.
    Fertig? Was ist mit den nicht klassisch-konstruierbaren? Man muss halt nach „guten“ Näherungen suchen. Hier tat sich seit Archimedes und Heron ein riesiges Feld für Schatzgräber auf. Auch für den Unterricht – wenn man denn Zeit für’s Selbersuchen, ‑finden und -denken „opfern“ möchte bzw. darf. Der Vortrag gibt Kostproben.

Teilnehmende

  • Martin Dexheimer (Landau)
  • Lutz Führer (Frankfurt)
  • Katharina Hewer (Saarbrücken)
  • Florian Kern (Saarbrücken)
  • Ulrich Kortenkamp (Halle-Wittenberg)
  • Katja Krüger (Paderborn)
  • Silke Ladel (Karlsruhe)
  • Anselm Lambert (Saarbrücken)
  • Christian Michalke (Paderborn)
  • Engelbert Niehaus (Landau)
  • Verena Rembowski (Saarbrücken)
  • Matthias Römer (Saarbrücken)
  • Jürgen Roth (Landau)
  • Stefan Schumacher (Landau)
  • Hans Schupp (Saarbrücken)
  • Markus Vogel (Heidelberg)
  • Marie-Christine von der Bank (Saarbrücken)
  • Antonia Zeimetz (Saarbrücken)

Herbst 2011

Organisatorisches

Das Oberseminar Südwest im Herbst 2011 findet am 19. November 2011 (am vorletzten Samstag im November) von 10 bis 17 Uhr an der Universität Mainz statt: Staudinger Weg 9, 5. Etage, Hilbertraum (ausgeschildert) - (Anreisebeschreibung)

Programm

  • 10 Uhr Christian Fahse (Landau) (60 min Vortrag + 30 min Diskussion) 7:0=? - Division durch Null und "Sonden" in der empirischen Unterrichtsforschung

Schülervorstellungen zur Division durch Null sind in der Literatur beschrieben, aber kaum quantitativ untersucht. Es wird der Zwischenstand einer Fragebogenerhebung an 365 Schüler/inne/n in vier kompletten Jahrgangsstufen (7, 9, 11,13) eines Gymnasiums berichtet. Die Schüler/innen gaben Ergebnis und Begründung zu 7:0=? sowie Fragen zum Unterricht an. Hierbei wird u. a. die Entwicklung der Vorstellungen zum Ergebnis mit wachsendem Schulalter und der Einfluss der Grundschule untersucht und vor allem eine Typisierung der Begründungsarten vorgenommen. Die verschiedenen Lerngruppen zeigen bestimmte Muster, deren Bezug zum aktuellen oder früheren Unterrichtsstil zu klären wäre, z. B. durch den Vergleich mit Interventionsgruppen, die das Thema in der 6. Klasse bei jeweils konsequenter Beschränkung der Lehrkraft auf die Moderatorenrolle sich selbst erarbeiteten. Die Umfrage lässt sich möglicherweise als "Sonde" auffassen. Sonden sind Instrumente, die z. B. in der Astronomie und der Medizin eingesetzt werden, um mit Hilfe eines minimalen Eingriffs eine maximale Informationsdichte zu spezifischen Aspekten zu erhalten. Im Vortrag wird diskutiert, ob die Metapher der Sonde auch für die empirische Unterrichtsforschung wertvoll sein kann. Diese Perspektive kann einerseits dazu beitragen, bestehende Forschungsinstrumente neu einzuordnen und andererseits die Entwicklung neuartiger Forschungsinstrumente anregen.

  • 12 Uhr Mittagessen im Restaurant Plaka in Uninähe, Diskussion über die Weiterentwicklung des Oberseminars
  • 14 Uhr Diskussion zu "Tätigkeit und Begriff".

In der Literatur gibt es zahlreiche Theorieansätze zum Fragenfeld "Handeln und Begreifen, Tätigkeit und Begriff", die in der Mathematikdidaktik mal mehr und mal weniger bewusst erinnert werden. Bekannte Stichworte dazu sind "Enaktiv-ikonisch-symbolisch", "Operatives Prinzip", "Denken als Ordnen des Tuns" ... Die Frage, wie man diese Ansätze sinnvoll zusammenführt, ist noch nicht befriedigend beantwortet. Eine Antwort wird auch dadurch erschwert, dass die Theorien ihre je eigene Sprache haben. Diskussionswürdig ist neben einer theoretischen Durchdringung für die Mathematikdidaktik als Wissenschaft insbesondere auch, was Studierende und Lehrpersonen davon wissen sollten. Und dazu: Gibt es zur Lehre an der Hochschule besonders gute die Theorie(n) prototypisch veranschaulichende, unterrichtrelevante Beispiele? ... Um die Diskussion in Gang zu bringen gibt es zunächst die Impulsreferate "Enaktiv-Ikonisch-Symbolisch & Co" (Anselm Lambert), "Begriffsbildung von Begriffsbildung in der (deutschsprachigen) Mathematikdidaktik" (Verena Rembowski) und "Tätigkeit: Traditionen aus dem Osten" (Ysette Weiss-Pidstrygach).

Teilnehmende

  • Martin Dexheimer (Landau)
  • Ulrike Dreyer (Landau)
  • Christian Fahse (Landau)
  • Katja Krüger (Paderborn)
  • Anselm Lambert (Saarbrücken)
  • Christian Michalke (Paderborn)
  • Engelbert Niehaus (Landau)
  • Rolf Oechsler (Landau)
  • Melanie Platz (Landau)
  • Verena Rembowski (Saarbrücken)
  • Matthias Römer (Saarbrücken)
  • Jürgen Roth (Landau)
  • Markus Vogel (Heidelberg)
  • Marie-Christine von der Bank (Saarbrücken)
  • Ralf Wagner (Landau)
  • Ysette Weiss-Pidstrygach (Mainz)
  • Antonia Zeimetz (Saarbrücken)

Frühjahr 2011

Organisatorisches

Vortragende in Landau

  • Judith Ames (Landau) 
    • Mathematisches Verstehen – untersucht bei Studierenden im lehramtsbezogenen Masterstudiengang (Lehramt für die Primarstufe)
      Im Rahmen einer Lehrveranstaltung für Studierende im Masterstudiengang Grundschulbildung am Campus Landau der Universität Koblenz-Landau soll mathematisches Verstehen von Studierenden untersucht werden. Die Studierenden, die mit unterschiedlichem mathematischen Vorwissen in diese Lehrveranstaltung kommen, führen ein sogenanntes Mathematikjournal, in dem sie ihr Vorgehen beim Bearbeiten verschiedener Problem- bzw. Fragestellungen beschreiben. Die Einträge sollen Aufschluss über die Art und Weise ihrer Herangehensweise geben. Im Vortrag möchte ich erste Ergebnisse vorstellen und Möglichkeiten zur Gewinnung von Kriterien zur Analyse der Einträge diskutieren.
  • Christian Dohrmann (Karlsruhe) 
    • Touch2Learn: Von Grundvorstellungen, Dynamischer Geometrie und Multi-Touch - Eine Diskussion zu konzeptionellen fachdidaktischen und fachwissenschaftlichen Fragen
  • Antonia Zeimetz (Saarbrücken) 
    • Los von Euklid? - Über Diesterwegs Raumlehre
      Diesterwegs Beitrag zur Erneuerung des Geometrieunterrichts gilt als einer der ersten auf dem Weg „Los von Euklid“. Methodische Kritik stellt den Ausgangspunkt seines Umdenkens dar – insbesondere geht mit dem Nachdenken über die Art und Weise wie unterrichtet werden soll, das Überdenken der Inhalte einher. Diesterweg wertschätzt Pestalozzis eingeschlagenen Weg, doch er sieht, hinsichtlich der Inhalte und deren Begründungen, Schwächen in Pestalozzis Arbeit, die für ihn jeweils Anknüpfungspunkte darstellen. Im Vortrag werde ich Diesterwegs Vorschläge für den Raumlehreunterricht vorstellen, wobei neben der „Raumlehre oder Geometrie, nach den jetzigen Anforderungen der Didaktik“ insbesondere seine Aufsätze und Rezensionen, die in den „Rheinischen Blättern für Erziehung und Unterricht“ erschienen sind, betrachtet werden. Im Zuge seiner Tätigkeit formulierte Diesterweg Aufgaben, die eine neue Aufgabenkultur etablieren soll(t)en. Inwiefern stehen Diesterwegs Ideen für eine Abkehr vom Auswendiglernen und die Betonung von Selbsttätigkeit sowie dem Prozesshaften der Mathematik?
  • Lutz Führer (Frankfurt) 
    • Mathematikunterricht und/oder Reformpädagogik?
      In den ersten 30 Jahren des 20. Jahrhunderts gab es einen außerordentlichen Boom pädagogisch ambitionierter Literatur, die eine radikale Erneuerung von Unterricht und Schule forderte. Bei allen Unterschieden in den Schwerpunktsetzungen, Leitprinzipien, Methodenvorschlägen und Begründungsvorlieben gab es weitgehende Gemeinsamkeiten und vom Zeitgeist getränkte Begründungs- und Verdrängungsmuster. Das alles ist von der erziehungswiss. Historiographie unter dem Schlagwort "Reformpädagogik" seit Jahrzehnten vielfältig durchgearbeitet und in letzter Zeit auch entzaubert worden. Trotzdem prägen die damaligen Ideen, Schlagworte und Mythen (Oelkers) heute wieder alle "Expertisen" zur Schulreform, wenn es über pressewirksame Defizitanalysen hinaus um konkrete Vorschläge (oder Prüfungen) zu Schul- oder Unterrichtsverbesserungen geht. Im Blick darauf galt mein Interesse der Suche nach einschlägigen zeitgenössischen Beispielen aus oder für den mathematischen Unterricht (mU) an allgemeinbildenden Normalschulen, d. h. für Rechnen und Raumlehre oder auch für den Mathematikunterricht an öffentlichen höheren Schulen. Wie weit wurde im ersten Drittel des vorigen Jahrhunderts die reformpädagogische Aufbruchstimmung für den mU konkretisiert, und was hat sich davon für den Normalunterricht durchgesetzt oder auch - warum - nicht?

Teilnehmende

  • Judith Ames (Landau)
  • Bernhard Burgeth (Saarbrücken)
  • Christian Dohrmann (Karlsruhe)
  • Dominik Faas (Landau)
  • Christian Fahse (Landau)
  • Lutz Führer (Frankfurt)
  • Max Geier (Landau)
  • Michael Johann (Landau)
  • Ulrich Kortenkamp (Karlsruhe)
  • Katja Krüger (Paderborn)
  • Silke Ladel (Karlsruhe)
  • Anselm Lambert (Saarbrücken)
  • Paul Libbrecht (Karlsruhe)
  • Christian Michalke (Paderborn)
  • Engelbert Niehaus (Landau)
  • Renate Rasch (Landau)
  • Verena Rembowski (Saarbrücken)
  • Jürgen Roth (Landau)
  • Hans Schupp (Saarbrücken)
  • Philipp Ullmann (Frankfurt)
  • Ralf Wagner (Landau)
  • Ysette Weiss-Pidstrygach (Mainz)
  • Antonia Zeimetz (Saarbrücken)

Herbst 2010

Das Oberseminar Südwest Herbst 2010 fand am Montag, 27.9.2010 an der PH Karlsruhe statt.

Teilnehmer

  • Hussein Abdelfatah (Karlsruhe)
  • Judith Ames (Landau)
  • Bernhard Burgeth (Saarbrücken)
  • Christian Dohrmann (Karlsruhe)
  • Mutfried Hartmann (Karlsruhe)
  • Ulrich Kortenkamp (Karlsruhe)
  • Oliver Labs (Saarbrücken)
  • Anselm Lambert (Saarbrücken)
  • Jürgen Roth (Landau)
  • Hans Schupp (Saarbrücken)
  • Philipp Ullmann (Frankfurt)
  • Markus Vogel (Heidelberg)
  • Ralf Wagner (Landau)
  • Antonia Zeimetz (Saarbrücken)
  • Ysette Weiss-Pidstrygach (Mainz)

Vorträge

  • 9:15 Philipp Ullmann: Datenkompetenz (Folien)
  • 11:15 Axel Schulz (Gastvortrag): Fachdidaktische Kompetenz von Lehrkräften in der Grundschule
  • 11:50 Ysette Weiss-Pidstrygach: Die Rolle geometrischer Tätigkeiten und der beteiligten Werkzeuge bei der Entwicklung mathematischer Begriffe und Konzepte
  • Mittagspause
  • 14:15 Hussein Abdelfatah: I would like to present my suggested view to organize mathematics content especially geometry
  • 15:15 Oliver Labs: Wie Ideen der algebraischen Geometrie den Mathematikunterricht in den Sekundarstufen möglicherweise bereichern

Zitate

Wenn mein Mathelehrer mir erklären würde, wie ich ein Loch in den Schnee pinkeln kann, dann könnte ich das auch nicht mehr.


Und so fing es an


Dezember 2009 in Saarbrücken