Tagung des GDM-Arbeitskreises Geometrie 2019

Saarbrücken, 13.-15. September 2019

Einladung

Liebe Freundinnen und Freunde der Geometrie,

hiermit laden wir Sie zur 36 Herbsttagung des Arbeitskreises Geometrie vom 13.09.2019 - 15.09.2019 in Saarbrücken ein.

Unser Tagungsthema lautet

Geometrie als Quelle von Bildung: Anwenden, Strukturieren, Problemlösen.

Diskutiert werden sollen drei zentrale Fragen zur geometrischen Bildung:

  • Wie viel Geometrie braucht der Mensch?
  • Welche Geometrie braucht der Mensch?
  • Wie viel Mensch braucht die Geometrie?

Die folgenden Aspekte sollen dabei von besonderer Bedeutung sein:

  • Geometriedidaktik im Spannungsfeld von Geometrie, Bildung und Anwendung
  • Geometrische Bildung – Fach- oder Kompetenzorientierung?
  • Die Bedeutung der Geometrie für die (Lehrer-)Bildung

Hauptvortrag

Philipp Ullmann (Goethe Universität Frankfurt am Main)
Die Bestimmung der Qibla

abstract folgt

Angemeldete Vorträge

Frederik Dilling
Zwischen Anwenden und Strukturieren – Schwerpunktbestimmungen ebener Figuren nach Archimedes im Mathematikunterricht

Unter einem mathematischen Beweis versteht man im Allgemeinen die deduktive Herleitung eines mathematischen Satzes aus Axiomen und zuvor bewiesenen Sätzen. Was aber, wenn die für einen Beweis gesetzten Voraussetzungen Ergebnisse der Naturwissenschaften darstellen? Im Buch „Über das Gleichgewicht ebener Flächen“ von Archimedes werden die Flächenschwerpunkte ebener Figuren wie Parallelogramm oder Dreieck aus wenigen Voraussetzungen entwickelt, die im Wesentlichen auf dem Hebelgesetzt basieren. Dies kann im Unterricht Prozesse des Beweisens und Strukturierens von Aussagen anregen und ermöglicht ein historisch begründetes empirisch-orientiertes Vorgehen zur Einführung des Themas Schwerpunkte.

Andreas Filler und Rudolf Bellin
Methodische Verbesserung des Geometrieunterrichts durch vielseitige Verwendung von Anschauungsmitteln aus Normteilen – Dynamische Geometrie mit dem Metallbaukasten?
Die Idee, funktionale bzw. „dynamische“ Betrachtungen in den Geometrieunterricht einzubeziehen, entstand spätestens mit den Meraner Beschlüssen (Forderung einer Erziehung zur Gewohnheit des funktionalen Denkens), ist heute aber vor allem im Zusammenhang mit Software wie GeoGebra geläufig. „Dynamische Geometrie“ ist jedoch auch mit klassischen Materialien praktizierbar. So wird in einem Heft von Rudolf Bellin (1959) beschrieben, wie sich spezielle Metallbaukästen für wesentliche Inhalte der Schulgeometrie einsetzen lassen, und es werden zahlreiche entsprechende Beispiele vorgestellt. Einige dieser Beispiele werden im Vortrag mithilfe eines Baukastens aus der damaligen Zeit vorgestellt. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche didaktischen Vor- und Nachteile die Erkenntnisgewinnung mithilfe „handgreiflichen“ Materials gegenüber Vorgehensweisen mit Zirkel, Lineal und Geodreieck sowie mit Dynamischer Geometriesoftware hat.

Günter Graumann
Die Thalesfigur dynamisch betrachtet

Lässt man auf dem Thaleskreis über der festen Strecke AB den Punkt wandern, so ergeben sich Fragen bezüglich der Bahnkurven interessanter Punkte im Dreieck ABC.
Solche Aktivitäten ermutigen Studierende, ein bekanntes Theorem in einem breiteren Kontext zu sehen und nach möglichen Problemen in einem bestimmten Problemfeld zu suchen. Außerdem können alle diese Fragen sehr gut unterstützt werden, wenn es darum geht, Probleme mit einer dynamischen Geometriesoftware zu finden.

Myriam Hamich
Grundlegende Aspekte des geometrischen Wissens und Könnens am Ende der Sekundarstufe I
abstract folgt

Max Hoffmann
Geometrie für Lehramtsstudierende: Konzeption und Evaluation einer fachmathematischen Schnittstellenvorlesung
An der Universität Paderborn gibt es im 6. Fachsemester des gymnasialen Lehramtsstudiums eine neu eingerichtete Fachvorlesung "Geometrie", die vom Vortragenden speziell mit Blick auf eine Überbrückung der zweiten Diskontinuität konzipiert wurde. Wichtige Gestaltungselemente sind ein begleitendes Schnittstellen-ePortfolio und so genannte Schnittstellenwochen. Die gesamte Konzeption wird und wurde und wird mit unterschiedlichen Methoden evaluiert und beforscht. Kurzfristiges Ziel ist ein fundiertes Redesign im Sinne des Design-Based-Research. Langfristig sollen erste Design-Prinzipien und Gelingensbedingungen für Schnittstellenlerngelegenheiten gefunden werden. Neben der Vorstellung des Forschungsprojektes, wird im Vortrag auch die inhaltliche Konzeption der Veranstaltung diskutiert.

Anselm Lambert
Mathe oder Mathematik in der Schule? - und was bedeutet das für Geometrie?
Abstract folgt

Jörg Meyer
Thema
und abstract folgt

Klaus Volkert
Vom Bildungswert der Dualität
und abstract folgt

Hans Walser
Aufwickeln und Abwickeln

Beispiele von wenig bekannten Abwicklungen. Diskussion zum Begriff „Netz". Minimale Anzahl Klebelaschen. Aufwickeln zu Kreis und Dreieck. Mechanische Modelle. Das Rad auf dem Rad und die Fourier-Entwicklung. Hundekurve und Parametertransformation. Winkeldrittelung. Konstruierbarkeit mit Zirkel und Lineal. Aufwickeln zum Würfel. Roboter mit fünf bewegten Drehachsen. (Vortragslink)

Katharina Wilhelm
Thema
und abstract folgt


Zeitplan (Entwurfsstand 19.08.2019)

Für die Vorträge sind jeweils 25 min vorgesehen, für die anschließende Diskussion 15 min.

Freitag

ab 17:30

Ankunft in der Unterkunft

18:00

Abendessen in der Sportschule

19:00

Fußweg zum Institut

19:20

Tagungseröffnung

19:30

Hauptvortrag

anschließend

Gesellschaftsabend(in Raum 317 in E24)

Samstag

8:00

Frühstück in der Sportschule

8:40

Fußweg zum Institut

9:00

Vortrag

9:40

Vortrag

10:20

Kaffeepause

10:40

Vortrag

11:20

Vortrag

12:00

Fußweg zur Sportschule

12:20

Mittagessen in der Sportschule

13:20

Fußweg zum Institut

13:40

Vortrag

14:20

Vortrag

15:00

Kaffeepause

15:20

Vortrag

16:00

Vortrag

16:40

Kaffeepause

17:00

Ideensammlung für die nächste Tagung

19:30

Gelegenheit zum Abendessen im Gasthaus Zum Adler

Sonntag

8:00

Frühstück in der Sportschule

8:40

Fußweg zum Institut

9:00

Vortrag

9:40

Vortrag

10:20

Kaffeepause

10:40

Abschlussbesprechung (Resumee und Ausblick)

11:40

Fußweg zur Sportschule

12:00

Mittagessen in der Sportschule

13:00

Tagungsende

Organisatorisches

Die Tagung findet an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken statt; die Unterbringung erfolgt in der Fußballschule, die am Rand des Campus gelegen ist. Tagungsbeginn ist Freitag um 18 Uhr mit einem gemeinsamen Abendessen. Die Zimmer können ab 17:30 Uhr bezogen werden.Tagungsende ist Sonntag um 13 Uhr.

Die Tagungsgebühr beträgt 200 € incl. 2 Übernachtungen in der Fußballschule und allen Mahlzeiten in der Sportschule, bzw. 125 € ohne Übernachtungen und Frühstück. Sie ist zu überweisen an:

Kontoinhaber: Prof. Dr. Andreas Filler 
Kontonr.: 0277594115 
Kreditinstitut: Postbank Berlin
Bankleitzahl: 10010010 
IBAN: DE63 1001 0010 0277 5941 15 
BIC: PBNKDEFF

Am Freitagabend findet ein Gesellschaftsabend mit französischem Wein, Bier und Knabbereien an der Uni statt (in der Tagungsgebühr eingeschlossen); am Samstagabend können wir gemeinsam essen (nicht in der Tagungsgebühr eingeschlossen) - Näheres wird noch bekannt gegeben.

Die Anmeldung erfolgt (bitte bis Ende Juni - solange haben wir die Zimmer stornofrei reserviert) per Mail an Frau Mißler:  This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. . Teilen Sie darin bitte auch mit, ob Sie einen Vortrag planen. Wie gemeinsam beschlossen und in den letzten Jahren erfolgreich praktiziert sollen die Vortragenden ausführlichere Kurzfassungen von 4-8 Seiten rechtzeitig, d.h. bis spätestens Ende August einreichen (ebenfalls per Mail an Frau Mißler:  This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. ). Auf diese bewährte Weise soll eine tiefere Diskussion ermöglicht werden. Aus diesen nach der Tagung überarbeiteten, weiter ausgeführten und aufeinander abgestimmten Beiträgen soll wieder ein Tagungsband erstellt werden.

Angemeldete Teilnehmende (Stand 21.08.2019)

  1. Irmtraud Beyer (Langen)
  2. Karl Charon (Saarbrücken)
  3. Frederik Dilling (Siegen)
  4. Andreas Filler (Berlin)
  5. Günter Graumann (Bielefeld)
  6. Dorte Haftendorn (Lüneburg)
  7. Myriam Hamich (Mosbach)
  8. Johanna Heitzer (Aachen)
  9. Max Hoffmann (Paderborn)
  10. Edmond Jurczek (Zug)
  11. Rainer Kaenders (Bonn)
  12. Stefan Kaufmann (Köln)
  13. Anselm Lambert (Saarbrücken)
  14. Jonas Lotz (Saarbrücken)
  15. Jörg Meyer (Hameln)
  16. Hartmut Müller-Sommer (Vechta)
  17. Manfred Schmelzer (Straubing)
  18. Philipp Ullmann (Frankfurt)
  19. Klaus Volkert (Wuppertal)
  20. Hans Walser (Frauenfeld)
  21. Ysette Weiss (Mainz)
  22. Katharina Wilhelm (Saarbrücken)
  23. Klaus-Peter Wolff (Würth)