IMpruUv

Inklusion im Mathematikunterricht produktiv umsetzen - Unterschiede verstehen

Ein gemeinsames Fortbildungprojekt des Ministeriums für Bildung und Kultur des Saarlandes (MBK), des Landesinstitutes für Pädagogik und Medien (LPM) und des Lehrstuhls für Mathematik und ihre Didaktik an der Universität des Saarlandes (UdS).

           

Inklusion produktiv umsetzen

Die Gestaltung inklusiven Unterrichts stellt uns einerseits methodisch, andererseits fachlich vor neue und alte Herausforderungen. So können Freiräume für die individuelle Zuwendung durch entsprechende Unterrichtsorganisation geschaffen werden. Ein betonter Blick auf die wesentlichen Aspekte eines Themas ermöglicht eine fachliche Differenzierung. Die Vielfalt dieser Herausforderungen kann durch die Arbeit in multiprofessionellen Teams besser gestemmt werden. 

Ziele des Projektes

Das Projekt IMpruUv möchte Lehrerteams die Gelegenheit geben, intensiv über die Umgestaltung des Mathematikunterrichts vor dem Hintergrund der Inklusion nachzudenken, zu diskutieren und Ideen zu entwickeln. Dazu werden praxiserprobte Beispiele vorgestellt und die Bedingungen für  deren gelungene Umsetzung ausgelotet. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Zusammenarbeit von Mathematiklehrkräften und Förderschullehrkräften.

Struktur des Projektes

Das Fortbildungsprojekt beinhaltet fünf Module, die jeweils aus einem ganztägigen Input und einem zugehörigen Reflexionstermin an einem Nachmittag bestehen. Die Inputveranstaltungen werden am LPM in Dudweiler stattfinden, die Reflexionsnachmittage nach Möglichkeit im Wechsel an den einzelnen Schulen der teilnehmenden Lehrpersonen.

Die Module

Steuern und Loslassen

In diesem Modul wird es darum gehen, eine passende Balance zwischen zwei Polen von Lehreraktivität im Unterricht zu finden. Dabei werden sowohl Unterrichtsmethoden, wie Wochenplanarbeit, als auch fachdidaktische Fragestellungen, z. B. bei der Erstellung von Differenzierungsrastern, zur Sprache kommen.

       

 




Verstehen und Vertiefen

Unterschiede werden verstehbar, wenn Hintergründe und grundlegende Konzepte begriffen werden. Dazu geht es in diesem Modul um individuelle Zugänge zur Mathematik und deren Nutzung für Lernprozesse.






Beobachten und Beraten

Ein inklusiver Mathematikunterricht erfordert ein genaues Hinsehen, auch mit einer „didaktischen Brille“. So wird eine Diagnose möglich und es kann darauf aufbauend Feedback gegeben werden.






Unterstützen und Aufbauen

Oft scheitern Lernende an offenen Aufgaben, wenn sie keinen Einstieg finden. Gestufte Lernhilfen und Unterstützungsangebote helfen bei solchen Hürden. Ein solches gezieltes Scaffolding ermöglicht auch die Entwicklung von mehr Eigenständigkeit.






Wahrnehmen und Entwickeln

Im inklusiven Unterricht kommt der Leistungsbewertung eine besondere Rolle zu. Dabei geht es zunächst darum, Leistungen wahrzunehmen und wertzuschätzen. Transparenz führt mit dazu, dass aus der Beurteilung Entwicklungspotential geschöpft werden kann und die Bewertung nicht über, sondern für den Lernenden stattfindet.





Termine

Gruppe A und B (PDF-Datei)

zur Person

Das Fortbildungsprojekt wird betreut von Karl Charon, der seit mehr als 10 Jahren als Mathematiklehrer an Gemeinschaftsschulen im Saarland tätig ist. Seine Erfahrungen mit dem kooperativen Lernen und mit der Binnnendifferenzierung konnte er im Rahmen von Fortbildungen für das LPM oder das ILF bereits häufig vorstellen. Am Lehrstuhl für Mathematik und ihre Didaktik in Saarbrücken betreute er in den letzten Jahren zahlreiche Lehrveranstaltungen.

Und so geht’s los

Am 07.06.2017 findet von 15:00 bis 17:00 Uhr eine Informationsveranstaltung im LPM statt (Online-Anmeldung auf der Homepage des LPM unter der LPM-Nummer A5.152-2067). Anmeldungen zum Projekt können Sie bis zum 23.06.2017 per Mail mit Ihren Daten (Name, Kontakt, Schule, Teampartner) an folgende Adresse richten: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. .


Stand 12.07.2017