9. Tag des Mathematikunterrichts an der Universität des Saarlandes (UdS)

30.09.2019

Schirmherrschaft: Minister/in für Bildung und Kultur des Saarlandes

Der Tag des Mathematikunterrichts ist traditiionell eine Gemeinschaftsveranstaltung des Lehrstuhls für Mathematik und ihre Didaktik und des Zentrums für Lehrerbildung (ZfL) der Universität des Saarlandes (UdS), sowie des Landesinstituts für Pädagogik und Medien (LPM) und des Instituts für Lehrerfort- und - weiterbildung (ILF) - dieses Jahr wieder in Zusammenarbeit mit den saarländischen Lehrerinnen- unf Lehrerverbänden.

Die Veranstaltung wird erneut freundlich unterstützt von der ME Saar. Ganz herzlichen Dank!

Schnittstellen waren bereits in den letzten beiden Jahren Thema (2017: Hochschullehre - Fortbildung; 2018: Mathe - Beruf). Die Idee dahinter: Miteinander reden - statt übereinander! Das diesjährige (Schnittstellen-)Thema lautet entsprechend

Voneinander miteinander lernen:
Übergänge Primarstufe Sekundarstufe gemeinsam gestalten

Den Hauptvortrag hält Prof. Dr. Christoph Selter (TU Dortmund). Danach werden zwei Dutzend Workshops mit konkreten Impulsen für den Unterricht in den Klassenstufen 3/4 bis 5/6 von Kolleginnen und Kollegen aus Schule und Hochschulen angeboten.

Zeitplan

8:30

Willkommenskaffee

Gebäude E2 4, Foyer

9:00

Begrüßung
Prof. Dr. Anselm Lambert | UdS
Grußwort der Ministerin für Bildung und Kultur des Saarlandes Christine Streichert-Clivot - durch RSchD Silvio Schaller (Referatsleiter im MBK  in der Abteilung C Allgemeinbildende Schulen)

Gebäude E2 5, Hörsaal I

9:15

Hauptvortrag
Mathe sicher können

Prof. Dr. Christoph Selter | TU Dortmund

Gebäude E2 5, Hörsaal I

10:15

Kaffeepause

Gebäude E2 4, Foyer

10:45

Workshops am Vormittag (in Parallelsektionen)

11:55

Mittagspause - Imbiss

Gebäude E2 4, Foyer

13:00

Workshops am Nachmittag (in Parallelsektionen)

14:10

Kaffeepause

Gebäude E2 4, Foyer

14:30

Best Practice - ganz herzlichen Dank an all die aktiven Lehrpersonen, die bereit waren, hier positive Erfahrungen aus  ihrem eigenen Unterricht mitzubringen und vorzustellen  (in Parallelsektionen)

15:10
Raumwechsel
15:15

Plenum - Moderierte Diskussion

Gebäude E2 5, Hörsaal I

16:00Ende der Veranstaltung

Programm - Planungsstand 14. Juli 2019

Hauptvortrag

Mathe sicher können Prof. Dr. Christoph Selter (TU Dortmund) 

Nach den Ergebnissen der PISA-Studie können 20 Prozent der Jugendlichen am Ende der Regelschulzeit zum Teil nur schwerlich Anforderungen bewältigen, die über elementare Standardaufgaben hinausgehen. Auch am Ende von Klasse 4 rechnen etwa 20% der Schülerinnen und Schüler auf dem Niveau von Zweitklässlern.
Ziel des Diagnose- und Förderkonzepts ‚Mathe sicher können‘ ist es, Lernende mit solcherart Lücken in den Verstehensgrundlagen zu identifizieren und die Verstehensgrundlagen fokussiert zu fördern. Dazu wurden durchgängige Unterrichtsmaterialien erstellt, mit dem Anspruch, dabei Diagnose und Förderung eng aufeinander zu beziehen. Das Diagnose- und Förderkonzept ist verstehensorientiert, diagnosegeleitet und kommunikationsfördernd.
‚Mathe sicher können‘ bietet auch das Potenzial für gegenstandsbezogene Kooperati-onen von Grundschulen und weiterführenden Schulen mit dem Ziel der Unterstützung sog. schwacher Lernender.

Workshops am Vormittag - Übersicht


Prof. Dr. Christoph Selter (TU Dortmund)

Dr. Melanie Platz (Universität Siegen,
ab 1.10. Professorin an der PH Innsbruck)

Luzia Pesch, Katharina Wilhelm (UdS)

Pascal Schmidt, Nadine Kirsch, Lukas Wachter (UdS)
Lehrstuhl Didaktik der Primarstufe Schwerpunkt Mathematik (UdS)
WS 01 Von der Diagnose zur Förderung
WS 03 Kein Problem - oder doch? Unterstützung von Problemlöse- und Argumentationsfähigkeiten im MathematikunterrichtWS 05 Nachhaltigkeit im Mathematikunterricht durch Fermi-Aufgaben
WS 07 Informatische Bildung
WS 09 Arbeitsmittel im MU - Ausstellung mit Workshops
Prof. Dr. Tobias Huhmann (PH Weingarten)
Karl Charon (UdS)
Helmut Stoll (LPM)
Jonas Lotz (UdS)

Christina Bierbrauer, Anja Heppe (UdS)



WS 02 Digitale Werkzeuge im MU
WS 04 Lernen am gemeinsamen Gegenstand
WS 06 Übergänge gestalten: E-I-S
WS 08 Am Puls der Zeit -Tablet-Apps im MU


Workshops am Nachmittag - Übersicht


Prof. Dr. Tobias Huhmann (PH Weingarten)Michael Dziubany (UdS)

Luzia Pesch, Katharina Wilhelm (UdS)

Pascal Schmidt, Nadine Kirsch, Lukas Wachter (UdS)
Lehrstuhl Didaktik der Primarstufe Schwerpunkt Mathematik (UdS)
WS 10 Raumgeomtrie
WS 12 Unterrichten mit der digitalen StellenwerttafelWS 14 Nachhaltigkeit im Mathematikuntericht durch Fermi-Aufgaben
WS 16 Informatische Bildung
WS 17 Arbeitsmittel im MU - Ausstellung mit Wordkshops
Dr. Melanie Platz (Universität Siegen, ab 1.10. Professorin an der PH Innsbruck)

Karl Charon (UdS)
Helmut Stoll
(LPM)

Jonas Lotz (UdS)



WS 11 Kriteriengeleitete Auswahl von Apps für den Mathematikunterricht in der Grundschule
WS  13 Lernen am gemeinsamen Gegenstand
WS 15 Übergange gestalten: E-I-S



Best Practice - Aus der Praxis für die Praxis


Christina Bierbrauer (UdS)Nena Schmidt (GGS Nk)Stephana Drost (Kreuzbergsschule MZG)Erik Röhrich-Zorn (GemS Rastbachtal)
Sachrechnen in heterogenen LerngruppenMathematik im WaldprojektRenaissance der stehenden ÜbungFörderung von arithmetischem Grundwissen zu Beginn der Sekundarstufe I
Luzia Pesch (UdS)Ina v. Wulffen & Steffi Sandmeier (GGS Nk)Anja Hofmann & Oliver Schmehr (GTGS Rastpfuhl)Nicole Fischer & Kati Steinecke
Math-City-Maps - Mathematik im Gelände mit SystemMatheförderung in der Montessori-WerkstattIndividualisieren im Mathematikunterricht mit dem Matherad und darüber hinausInklusion praktisch


Workshops - Inhalte

WS 01 Von der Diagnose zur Förderung (Prof. Dr. Christoph Selter - TU Dortmund)

Der erste Teil des Workshops befasst sich mit wichtigen Hintergrundformationen, etwa zu typischen Schwierigkeiten im Umgang mit dem Stellenwertsystem, die für die Arbeit mit ‚Mathe sicher können‘ wichtig sind. Im weiterem Verlauf geht es um (für ‚Mathe sicher können‘ typische) Diagnoseaktivitäten. Die Auseinandersetzung damit erfolgt anhand exemplarischer Standortbestimmungen von Lernenden zum Stellenwertverständnis. Im Anschluss daran wird die Planung einer passenden anschließenden Förderung thematisiert. Dabei wird ein Schwerpunkt nicht nur auf inhaltliche, sondern auch auf organisatorische Aspekte gelegt. An Fallbeispielen werden folgende Kernaktivitäten wiederholt ausgeführt: Verstehensgrundlagen identifizieren, Lernendenprodukte diagnostizieren und Förderansätze nachvollziehen und kritisch durchdenken.

WS 02 Digitale Werkzeuge im MU (Prof. Dr. Tobias Huhmann - PH Weingarten)

Die Zugänge zu digitalen Medien scheinen heutzutage einfach zu sein, was aber digitale Bildung in der Grundschule wirklich ausmacht, welchen besonderen Beitrag und welche Potentiale digitalen Medien in Bildungsprozessen in der Grundschule zukommen können ist nach wie vor wenig geklärt:

  • Warum sollen Kinder in der Grundschule digital unterstützt Mathematik lernen?
  • Welche Potentiale können digital unterstützte Lernumgebungen im Vergleich zu analogen Lernumgebungen (überhaupt) beinhalten?
  • Wie können digitale Lerngegenstände sinnvoll im Unterricht implementiert und integriert werden?

Diesen Fragen soll durch eigene Erkundungen am Beispiel einer digital unterstützten Lernumgebung zu dem Thema „Pentominos“ zur Förderung des Lernens von elementarer Geometrie konstruktiv-kritisch nachgegangen werden.

WS 03 Kein Problem - oder doch? Unterstützung von Problemlöse- und Argumentationsfähigkeiten im Mathematikunterricht (Dr. Melanie Platz - Universität Siegen, ab 1.10 Professorin an der PH Innsbruck)

Im Kernlehrplan Mathematik Grundschule des Saarlandes wird als Ziel des Mathematiklernens in der Grundschule die Entwicklung eines gesicherten Verständnisses mathematischer Zusammenhänge formuliert: "Es  ist  dabei  nicht  nur  von  Bedeutung,  welche  Inhalte  im  Unterricht  behandelt  werden,  sondern auch, in welchem Maße das Kind Gelegenheit hat zu handeln, selbst Probleme zu lösen, über Mathematik  zu  kommunizieren,  mathematisch  zu  argumentieren,  zu  modellieren  oder  mathematisch kreativ  zu  sein." Aber wie können Kinder im Mathematikunterricht beim Problemlösen und Argumentieren unterstützt werden? Mit dieser Frage befasst sich dieser Workshop.

WS 04 Lernen am gemeinsamen Gegenstand (Helmut Stoll - LPM, Karl Charon - UdS)

Das Lernen am gemeinsamen Gegenstand ist eine Möglichkeit den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen im Mathematikunterricht zu begegnen. Dabei wird zum Teil im selben Kontext, aber mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten und zum Teil am selben mathematischen Inhalt auf unterschiedlichen Anforderungsniveaus gelernt. Hilfreich kann dabei, vor allem in der Unterrichtsvorbereitung die Frage sein: "Worum soll und kann es in dieser Lernsequenz eigentlich gehen?" Im Workshop werden Praxisbeispiele vorgestellt und diskutiert. 

WS 05 Nachhaltigkeit im Mathematikunterricht durch Fermi-Aufgaben (Luzia Pesch, Katharina Wilhelm - UdS)

Welchen Beitrag kann die Mathematik im Rahmen eines fächerübergreifenden Unterrichts für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) leisten?
Fermiaufgaben eignen sich, um sich mit lokalen und globalen Folgen unseres Handelns auseinanderzusetzen, Problembewusstsein zu entwickeln und Handlungsalternativen abzuleiten.

WS 06 Übergänge gestalten: E-I-S (Jonas Lotz - UdS)

Zur Betonung der Verständnisgrundlagen wird häufig empfohlen, Lernprozesse durch Handlungen mit konkretem Material zu initiieren. Mit der intuitiven Anschaulichkeit geht vielleicht auch ein Gefühl von Mühelosigkeit im Einsatz einher: Mit konkretem Material klappt das schon! In meinem eigenen Unterricht mache ich aber immer wieder gegenteilige Erfahrungen – sei es noch während der Stunde oder Wochen danach, wenn plötzlich auffällt, dass das Verständnis nur ein vorübergehender Gast war. Das soll aber nicht dazu führen, diese Unterrichtsweise abzulehnen, sondern sie ernst zu nehmen: Lernen aus Handlungen stellt eine ganz spezifische Herausforderung im Mathematikunterricht dar – mit großem Potential aber auch mit eigenen Anforderungen und Stolpersteinen in Details. Eben jene Anforderungen und Stolpersteine sollen im Workshop expliziert und an Unterrichtsbeispielen konkretisiert werden, um Probleme vorherzusehen oder im Nachhinein aufzuspüren und zu beheben.

WS 07 Informatische Bildung (Pascal Schmidt, Nadine Kirsch, Lukas Wachter - Didaktik der Informatik UdS)

Im Workshop werden Materialien und Lernumgebungen vorgestellt und erprobt, die sich zur Förderung informatischer Bildung in den Klassenstufen 3-6 eignen. Dabei wird auf spielerische Zugänge sowie Problem- und Handlungsorientierung besonderer Wert gelegt. Neben Stationen zu algorithmischen Denken und Programmieren werden auch andere informatische Phänomene beleuchtet, die den Kindern in ihrer alltäglichen Lebenswelt begegnen (Wie funktionieren Computer? Wie funktioniert das Internet? Wie funktionieren Codes und Verschlüsselungen?). Es werden Unterrichtsmaterialen vorgestellt, die den Einsatz von Computern erfordern, aber auch solche, die ohne Hardware mit Stift und Papier bearbeitet werden können.

WS 08 Am Puls der Zeit - Tablet-Apps im MU (Christina Bierbrauer, Anja Heppe - UdS)

Die zunehmende Digitalisierung findet auch im Bereich Schule statt. Diverse Studien zeigen, dass der Einsatz digitaler Medien im Unterricht Potential bietet, um Lehr- und Lernprozesse zu unterstützen. Für das Unterrichtsfach Mathematik steht die Fachdidaktik Mathematik vor der Aufgabe, das Potential digitaler Medien zur Unterstützung mathematischer Lehr- und Lernprozesse herauszustellen und dieses für den Unterricht zu nutzen. Im Rahmen des Workshops werden verschiedene Tablet-Apps vorgestellt, anhand produktiver Übungen erprobt und reflektiert. So können diese Apps gleich im Unterricht eingesetzt werden.

WS 09 Arbeitsmittel im MU - Ausstellung mit Workshops (Lehrstuhl Didaktik der Primarstufe Schwerpunkt Mathematik - UdS)

Arbeitsmittel für den Mathematikunterricht sind vielfältig und bieten oft Anwendungsmöglichkeiten, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Im Workshop werden an mehreren Stationen solche Arbeitsmittel vorgestellt und deren Anwendung erprobt und diskutiert.

WS 10 Raumgeometrie: Inter-Netzzo– Im Kopf unterwegs zwischen Netzen, Schachteln und Würfeln. Eine Lernumgebung (nicht nur) zur Förderung der (Raum-)Vorstellung(Prof. Dr. Tobias Huhmann - PH Weingarten)

Substantielle Lernumgebungen sind wesentlicher Bestandteil eines kompetenzorientierten Mathematikunterrichts. Sie fordern und fördern gleichermaßen inhalts- sowie prozessbezogene Kompetenzen und sind der Inbegriff, Heterogenität konstruktiv vom Fach aus zu begegnen. Sie bieten die Grundlage für substantielles Mathematik-Lehren.
Im Rahmen des Workshops lernen die TeilnehmerInnen die Lernumgebung Inter-Netzzo durch eigene Erprobungen sowie durch vertiefende fachliche und fachdidaktische Analysen (anhand von Spielsituationen und Schülerdokumenten) kennen und für das eigene Mathematik-Lehren zu reflektieren.

WS 11 Kriteriengeleitete Auswahl von Apps für den Mathematikunterricht in der Grundschule (Dr. Melanie Platz - Universität Siegen, ab 1.10 Professorin an der PH Innsbruck)

Das Potenzial digitaler Medien für den Unterricht kann sich nur  dann entfalten, wenn diese inhaltlich sinnvoll und didaktisch  reflektiert eingesetzt werden. Um eine didaktische Reflexion von  digitalen Medien eingesetzt in konkreten Unterrichtssituationen  anzuregen, wird in diesem Workshop die Betaversion eines kostenfreien  Entscheidungsunterstützungssystems zur Auswahl passender Applikationen  und Applets für den Mathematikunterricht der Grundschule vorgestellt  sowie die Anwendung des entwickelten Systems geübt.
(siehe auch: https://de.wikiversity.org/wiki/OpenSource4School/DSS-Apps)

WS 12 Unterrichten mit der digitalen Stellenwerttafel (Michael Dziubany - UdS)

In diesem Workshop wird die digitale Stellenwerttafel vorgestellt und ihre Funktionalität bei schriftlichen Rechenverfahren erprobt. Weiterhin wird dies auch in verschiedenen Zahlensystemen erarbeitet.

WS 13 Lernen am gemeinsamen Gegenstand (Helmut Stoll - LPM, Karl Charon - UdS)

Das Lernen am gemeinsamen Gegenstand ist eine Möglichkeit den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen im Mathematikunterricht zu begegnen. Dabei wird zum Teil im selben Kontext, aber mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten und zum Teil am selben mathematischen Inhalt auf unterschiedlichen Anforderungsniveaus gelernt. Hilfreich kann dabei, vor allem in der Unterrichtsvorbereitung die Frage sein: "Worum soll und kann es in dieser Lernsequenz eigentlich gehen?" Im Workshop werden Praxisbeispiele vorgestellt und diskutiert.

WS 14 Nachhaltigkeit im Mathematikuntericht durch Fermi-Aufgaben (Luzia Pesch, Katharina Wilhelm - UdS)

Welchen Beitrag kann die Mathematik im Rahmen eines fächerübergreifenden Unterrichts für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) leisten?
Fermiaufgaben eignen sich, um sich mit lokalen und globalen Folgen unseres Handelns auseinanderzusetzen, Problembewusstsein zu entwickeln und Handlungsalternativen abzuleiten.

WS 15 Übergange gestalten: E-I-S (Jonas Lotz - UdS)

Zur Betonung der Verständnisgrundlagen wird häufig empfohlen, Lernprozesse durch Handlungen mit konkretem Material zu initiieren. Mit der intuitiven Anschaulichkeit geht vielleicht auch ein Gefühl von Mühelosigkeit im Einsatz einher: Mit konkretem Material klappt das schon! In meinem eigenen Unterricht mache ich aber immer wieder gegenteilige Erfahrungen – sei es noch während der Stunde oder Wochen danach, wenn plötzlich auffällt, dass das Verständnis nur ein vorübergehender Gast war. Das soll aber nicht dazu führen, diese Unterrichtsweise abzulehnen, sondern sie ernst zu nehmen: Lernen aus Handlungen stellt eine ganz spezifische Herausforderung im Mathematikunterricht dar – mit großem Potential aber auch mit eigenen Anforderungen und Stolpersteinen in Details. Eben jene Anforderungen und Stolpersteine sollen im Workshop expliziert und an Unterrichtsbeispielen konkretisiert werden, um Probleme vorherzusehen oder im Nachhinein aufzuspüren und zu beheben.

WS 16 Informatische Bildung (Pascal Schmidt, Nadine Kirsch - Didaktik der Informatik UdS)

Im Workshop werden Materialien und Lernumgebungen vorgestellt und erprobt, die sich zur Förderung informatischer Bildung in den Klassenstufen 3-6 eignen. Dabei wird auf spielerische Zugänge sowie Problem- und Handlungsorientierung besonderer Wert gelegt. Neben Stationen zu algorithmischen Denken und Programmieren werden auch andere informatische Phänomene beleuchtet, die den Kindern in ihrer alltäglichen Lebenswelt begegnen (Wie funktionieren Computer? Wie funktioniert das Internet? Wie funktionieren Codes und Verschlüsselungen?). Es werden Unterrichtsmaterialen vorgestellt, die den Einsatz von Computern erfordern, aber auch solche, die ohne Hardware mit Stift und Papier bearbeitet werden können.

WS 17 Arbeitsmittel im MU - Ausstellung mit Wordkshops (Lehrstuhl Didaktik der Primarstufe Schwerpunkt Mathematik - UdS)

Arbeitsmittel für den Mathematikunterricht sind vielfältig und bieten oft Anwendungsmöglichkeiten, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Im Workshop werden an mehreren Stationen solche Arbeitsmittel vorgestellt und deren Anwendung erprobt und diskutiert.

BP 01 Sachrechnen in heterogenen Lerngruppen (Christina Bierbrauer - UdS)

Das Lösen von Sachaufgaben ein komplexer Prozess, der vielfältig geübt werden muss. Das „Querdenker-Heft“ bietet eine gute und spannende Möglichkeit die Sachrechenkompetenz von Schülerinnen und Schülern mit verschiedenen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen individuell zu fördern.

BP 02 Math-City-Maps - Mathematik im Gelände mit System (Jana Braun & Luzia Pesch - UdS)

Studierende der Universität des Saarlandes haben auf dem Campus mathematische Wanderwege für Grundschüler angelegt. Mit Tablets und der App MathCityMap begeben sich die Teilnehmer beispielhaft zu einigen Aufgaben dieser Trails, die Mathematik in der Umwelt erfahrbar machen.

BP 03 Wald trifft Schule (Nena Staub & Kim Immesberger - GGS Nk)

Vorgestellt wird das Waldprojekt der GGS Neunkirchen, insbesondere wie darin Mathe seinen Platz findet. Anhand der Waldtagebücher der SuS können Praxisbeispiele gesichtet und diskutiert werden.

BP 04 Matheförderung in der Montessori-Werkstatt - Bruchrechnen "be"greifen (Ina v. Wulffen & Steffi Sandmeier - GGS Nk)

Die Bruchrechnung treibt so manchem Schüler (und Lehrer) die Schweißperlen auf die Stirn.
Das Montessori-Material hilft dabei, Brüche sichtbar und die grundlegenden Kenntnisse des Bruchrechnens begreifbar zu machen. Weitere Freiarbeitsmaterialien geben den Schülern die Möglichkeit, handelnd (durch Legen des Materials, durch zeichnen, schneiden und kleben, ...) Aufgaben zu lösen und die darin enthaltenen Regeln zu entdecken.

BP 05 Renaissance der stehenden Übung (Stephana Drost - Kreuzbergschule MZG)

Der Erfolg mathematischer Grundbildung hängt nicht zuletzt vom regelmäßigen Üben ab. Anhand konkreter Aufgabenstellungen aus dem Primar- und Sekundarstufenbereich lernen die Teilnehmer Beispiele aus der Praxis kennen, wie nachhaltiges Lernen durch kurze Übungen im Mathematikunterricht erreicht werden kann.

BP 06 Individualisieren im Mathematikunterricht mit dem Matherad und darüber hinaus (Anja Hofmann & Oliver Schmehr - GTGS Rastpfuhl)

Beschreibung folgt

BP 07 Förderung von arithmetischem Grundwissen zu Beginn der Sekundarstufe I (Erik Röhrich-Zorn - GemS Rastbachtal)

Im Workshop soll gezeigt werden, mit welchen unterschiedlichen Voraussetzungen die Schülerinnen und Schüler aus der Grundschule in die Sekundarstufe I kommen und wie dadurch ganz besonders individualisierter Mathematikunterricht (mit Förderungen) – und das mit überschaubarem Aufwand – gelingen kann.

BP 08 Inklusion Praktisch (Nicole Fischer & Kati Steinecke)

Es wird eine Einheit zum Thema Messen und Wiegen für die Klassenstufe 5 vorgestellt, in der das Lernen in einer stark heterogenen Lerngruppe verwirklicht wurde.

Ort

Die Veranstaltung findet statt an der Universität des Saarlandes in den Gebäuden E 2 4 und E 2 5 (FR Mathematik).

Anmeldung

Die Anmeldung zur Veranstaltung erfolgt beim LPM unter der Nummer A5.152-1590. Bitte wählen Sie bereits bei der Anmeldung die von Ihnen gewünschten Angebote zu Workshops und Best Practice aus.

Stand: 29. September 2019