zuletzt aktualisiert am 11.9.2017

Arbeitskreis Mathematikunterricht und digitale Werkzeuge

(Informationen zum AK unten)

Digitales Lernen“
im Mathematikunterricht

Herbsttagung 2017 vom 22. bis zum 24. September

an der
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 561
69120 Heidelberg

auf der Karte: OSM
vom Hauptbahnhof mit Bus 32 bzw. Tram 21 oder 24
zur Haltestelle Pädagogische Hochschule oder Technologiepark: RNV
genügend Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe (Kosten 7 EUR max. pro Tag)

1. Programm
2. Arbeitsgruppen
3. Teilnehmer, Beiträge, Abstracts
4. Einladung mit Informationen zu Unterkunft und Teilnehmerbeitrag



1. Programm


Freitag, der 22. September 2017




ab 12:00

Ankunft und Registrierung





13:00

Begrüßung



13:45

Felix Johlke, Darmstadt
Projekt EoM – Einsatz digitaler Werkzeuge zur Aktivierung von Conceptual-Change-Prozessen bei mathematischen Fehlvorstellungen

Reinhard Schmidt, Engelskirchen
Vorbereitung der nächsten Lehrergeneration auf das „digitale Lernen“ in der Schule

Beginn 14:00 Uhr:

Workshops der tagungs­be­gleitenden Lehrerfortbildung:

* Hans Jürgen Elschenbroich, Neuss: Ein graphischer und kalkülfreier Zugang zu Grund­vorstellungen der Analysis

* Matthias Gercken, Olaf Grund, Karlsruhe: Geo­gebra überall – vom Nutzen und Vernetzen

* Jürgen Kury, Freiburg: Mathematisches Wissen und Können differen­ziert diagnostizieren mit Geogebra Group

* Tanja Göckler, Baden-Baden: Learning-Apps – Interaktive Lernbau­steine im Mathe­ma­tik­unterricht

* Maurice Florêncio Bonnet, Karlsruhe: desmos – Plotten, Explorieren, Lernen

14:30

Thomas Janßen, Bremen
Digitale Werkzeuge gemeinsam entwickeln: Ansätze und Erfahrungen aus interdisziplinärer Zusammen­arbeit im MAL-Projekt

Anje Ostermann, Kiel
Ansatz einer Modulkonzeption zur Aus- und Weiterbildung im Bereich Medien im Mathematikunterricht




15:15

Kaffeepause





16:00

Florian Schacht, Essen
Zur Rolle von Grund­begriffen, Gegenständen und Merkmalen von Forschung zum so­genannten digitalen Lernen.

Jens Weitendorf, Norderstedt
Regression, ein Thema, das in vielerlei Hinsicht für den Einsatz neuer Medien geeignet ist

16:45
bis 17:30

Henning Körner, Oldenburg
Modellieren in Klausuren – wie geht das?




18:00

Organisation der Arbeitsgruppen




18:30

Postersession mit Imbiss








Samstag, der 23. September 2017




9:30

Begrüßung





9:45

Anke Lindmeier, Kiel (Keynote)
Medien im Fachunterricht - Welche Rolle spielt die Fachdidaktik im Innovationsprozess?

11:15

Ronny Sitter, Chemnitz
Mathe Go: Mathematiklernen mit Augmented Reality in einem außerschulischen Setting

Elena Jedtke, Münster
Digitales Lernen mit wiki-basierten Lernpfaden – Konzeption eines Lernpfads zu Quadratischen Funktionen

12:00

Thomas Borys, Karlsruhe
Krypto im Advent

Michaela Scheuring, Koblenz-Landau
Wie beeinflussen Simulationen das funktionale Denken? Ergebnisse einer empirischen Studie – qualitativ beleuchtet.




12:45

Mittagsimbiss





14:00

Tobias Mai, Paderborn
Zwischen didaktischem Mehrwert und technischen Verzettelungen: Moderne digitale Mathematikaufgaben

14:45

Joachim Engel, Ludwigsburg
Lehren und Lernen aus Daten: Data Science als Perspektive des Informatik- und Mathematikunterrichts




15:30

Kaffeepause





16:00

Arbeitsgruppen





17:30

Mitgliederversammlung





20:00

Abendessen im Pier4, Neckarstaden 25, 69117 Heidelberg






Sonntag, der 24. September 2107





10:00

Begrüßung





10:30

Arbeitsgruppen




11:30

Ergebnispräsentation und Rückschau



13:00

Imbiss und Abreise





2. Arbeitsgruppen

Ziele:

  • Austausch von Ideen und Ansätzen des gewählten Arbeitsgruppenthemas für Forschung und Praxis
  • Empfehlungen für die weitere Arbeit zum Thema im Arbeitskreis
  • falls passend: Empfehlungen für die Positionierung des Arbeitskreises zum Thema
  • Zusammenfassung in Form
    ◦ einer Kurzpräsentation am Sonntag (max. 10 Minuten)
    ◦ eines Textes von max. 2 Seiten.

Jede/r Teilnehmer/in ist aufgefordert, vor Beginn der Tagung bei der Tagungsleitung zwei Wunschthemengruppen zu benennen:


A Formen und Phänomene

Hypothese: Mit der Verfügbarkeit von Laptop, Tablet, Smartphone, Internet wächst die Formenvielfalt digitalen Lernens: Software, Lehr-Lernumgebungen, Augmented Reality, Open Educational Ressources, Internetplattformen

Fragen: Was gibt es, welche Trends sind auszumachen? Welche Standards können Qualität sichern?


B Inhalte und Prozesse

Hypothese: Neue technische Möglichkeiten regen an, nach neuen Zugängen zu einzelnen mathematischen Begriffen, Verfahren, Inhalten, Prozessen zu suchen

Fragen: Welche neuen Ideen, Materialien, Überlegungen zu einzelnen Lerngegenständen gibt es? Welche Tendenzen lassen sich inhaltübergreifend identifizieren?


C Denken, Sprechen, Verstehen

Hypothese: Die spezifischen Eingenschaften digitaler Medien prägen Kognition und Kommunikation über die Lerngegenstände

Fragen: Welchen EInfluss haben Interaktivität, Dynamik, Multimodalität auf die mentale und sprachliche Repräsentation mathematischer Begriffe und Verfahren?


D Diagnostizieren

Hypothese: Der Einsatz von digitalen Techniken im Bereich von Diagnose und Prüfungen birgt großes Potenzial, wird aber auch kontrovers diskutiert.

Fragen: Welche Beispiele gibt es? Welche Modellierungen liegen adaptiven Diagnosekonzepten zugrunde? (Wie) können summative Diagnosen – also Klassenarbeiten, Klausuren und Abschlussprüfungen – digital werden?


E Lehrkräfteaus- und -fortbildung

Hypothese: Eine gute Lehrkraft weiß digitale Medien und insbesondere mathematische Werkzeuge reflektiert und kompetent für das fachliche Lehren und Lernen zu nutzen. Diese Kompetenz ist in allen Phasen der Lehrerbildung zu entwickeln.

Fragen: Welche Konzepte - phasenspezifisch, phasenübergreifend - gibt es? Welche Kompetenzen werden jeweils in den Blick genommen? Was ist eine gute Lehrerfortbildung?


F Didaktik des Fachs – Didaktik der Medien

Hypothese: Die Bildungsoffensive versteht digitale Kompetenzen im Wesentlichen als mediendidaktische Kompetenzen, verortet diese aber curricular im Fachunterricht. Das ist ein Problem.

Fragen: Ist es möglich, mediendidaktische und fachdidaktische Ziele zu verbinden? Ist dies auch sinnvoll? Wie können Fachlehrkräfte hierfür befähigt werden?



3. Teilnehmer und Beiträge

Teilnehmer (Stand 25. August 2017)

  1. Thomas Borys (Karlsruhe)
  2. Joachim Engel (Ludwigsburg)
  3. Martin Epkenhans (Münster)
  4. Christian Düsi (Mosbach)
  5. Matthias Gercken (Karlsruhe)
  6. Olaf Grund (Karlsruhe)
  7. Thomas Janßen (Bremen)
  8. Elena Jedtke (Münster)
  9. Felix Johlke (Darmstadt)
  10. Tetsushi Kawasaki (Gifu, Japan)
  11. Henning Körner (Oldenburg)
  12. Anke Lindmeier (Kiel)
  13. Tim Lutz (Heidelberg)
  14. Tobias Mai (Padeborn)
  15. Jörg Meyer (Hameln)
  16. Martin Monath (Heidelberg)
  17. Hidemichi Okamoto (Gifu, Japan)
  18. Anje Ostermann (Kiel)
  19. Felicitas Pielsticker (Siegen)
  20. Guido Pinkernell (Heidelberg)
  21. Katalin Retterath (Speyer)
  22. Jürgen Roth (Koblenz-Landau)
  23. Florian Schacht (Essen)
  24. Michaela Scheuring (Koblenz-Landau)
  25. Reinhard Schmidt (Engelskirchen)
  26. Hans-Stefan Siller (Koblenz-Landau)
  27. Ronny Sitter (Chemnitz)
  28. Anna S. Steinweg (Bamberg)
  29. Hans-Georg Weigand (Würzburg)
  30. Jens Weitendorf (Norderstedt)
  31. Markus Vogel (Heidelberg)
  32. Klaus P. Wolff (Wörth)

Beiträge (Stand 25. August 2017)

  1. Thomas Borys, Karlsruhe
    Krypto im Advent von Thomas Borys
    Hinter Krypto im Advent versteckt sich ein Online-Adventskalender, der  für jedermann zugänglich ist.
    Er führt in die Welt der Kryptologie ein  und lässt sich in den Bereich Open Educational Resources einordnen. 
    Die zentrale Zielgruppe sind Schüler/innen der Klassen 3-9, deren  Aufgabe darin besteht, in 24 Tagen 24 verschiedene
    Krypto-Rätsel zu  lösen. In kleinen selbst herstellten Videos werden viele  Verschlüsselungsverfahren erläutert,
    die vor allem zur haptischen  Mitarbeit auffordern. Die Webseite und der Wettbewerb werden zusammen
    der Karlsruher IT-Sicherheitsinitiative (KA-IT-Si) ausgerichtet.

  2. Joachim Engel, Ludwigsburg
    Lehren und Lernen aus Daten: Data Science als Perspektive des Informatik- und Mathematikunterrichts
    Vor 30 Jahren waren Daten ein knappes Gut, nur wenig Privilegierte hatten Zugang zu Daten. Heute gibt es Daten überall und zu jedem Thema. Jeder hat Zugang. Big Data und Open Data verändern nicht nur die Wissenschaft und die Erschließung zu neuem Wissen sondern auch alltägliche Entscheidungen im privaten, beruflichen und öffentlichen Leben. Der Vortrag skizziert einige Implikationen der Datenrevolution für die Bildung im 21. Jahrhundert, stellt die didaktisch konzipierte Data Science Plattform CODAP (http://codap.concord.org ) vor und berichtet von Lehrkonzepten, die im EU-finanzierten Projekt ProCivicStat (www.procivicstat.org)  entwickelt wurden.

  3. Thomas Janßen, Bremen
    Digitale Werkzeuge gemeinsam entwickeln: Ansätze und Erfahrungen aus interdisziplinärer Zusammenarbeit im MAL-Projekt
    Im MAL-Projekt an der Universität Bremen arbeiten Mathematikdidaktiker_innen mit Entwickler_innen aus dem Feld der Human
    Computer Interaction (HCI) zusammen, um sogenannte Tangibles zu entwickeln – intelligente, physisch manipulierbare Objekte, die Schüler_innen beim Einstieg in die Algebra helfen sollen. Die interdisziplinäre Verzahnung der Entwicklung von Technik und passender Lernaktivitäten lässt auf optimale Ergebnisse für die Klassenraumtauglichkeit hoffen, ist aber auch für beide Seiten eine Herausforderung, deren Meisterung ihrerseits wertvolle Meta-Erkenntnisse bringen kann.

  4. Elena Jedtke, Münster
    Digitales Lernen mit wiki-basierten Lernpfaden – Konzeption eines Lernpfads zu Quadratischen Funktionen
    Anhand eines selbst konzipierten Lernpfads zu Quadratischen Funktionen werden Möglichkeiten, die für das digitale Lernen im Unterricht entstehen, aufgezeigt. Dazu werden die Möglichkeiten der Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet (ZUM) genutzt. Das ZUM-Wiki zählt zu den Open Educational Resources und basiert auf der Mediawiki-Software, kombiniert mit speziellen Bausteinen für den Unterricht. Der besondere Fokus des Lernpfades liegt auf reflektiertem Lernen durch die Integration interaktiver Applets, metakognitiver Komponenten und verschiedener Feedbackvarianten.

  5. Felix Johlke, Darmstadt
    Projekt EoM – Einsatz digitaler Werkzeuge zur Aktivierung von Conceptual-Change-Prozessen bei mathematischen Fehlvorstellungen
    Nitsch (2015) hat gezeigt, dass Fehlermuster bei SuS existieren und u.a. aufgrund von intuitiven Vorstellungen sehr stabil sein können. Im Projekt EoM (E-Feedback to overcome Misconceptions) soll mit Hilfe digitaler Werkzeuge ein computergestütztes Feedback gestaltet werden, sodass Conceptual-Change-Prozesse (Vosniadou, 2008) aktiviert und SuS unterstützt werden, diagnostizierte Fehlvorstellungen (vgl. Kallweit u.a., 2017) überwinden zu können. Ein Konzept mit Videoeinsatz wird vorgestellt.

  6. Henning Körner, Oldenburg
    Modellieren in Klausuren - wie geht das?
    „Kommt das auch in der Klausur dran?“ Wenn diese, wenn auch motivational bedenkliche aber doch im realen Unterricht regelmäßig auftretende Schülerfrage kategorisch mit „Nein“ beantwortet wird, nutzt es wenig, wenn prozessorientierte Kompetenzen zwar verpflichtend und konstitutiv den Mathematikunterricht mitprägen sollen, also in Lernsituationen auftreten, aber in Leistungssituationen außen vor bleiben, weil die Vorstellung herrscht, dass solche Prozesse nicht in Klausuren abbildbar sind. Der Vortrag will diese Vorstellung widerlegen und beschreibt die notwendigen unterrichtlichen Voraussetzungen, um Prozesse auch in Klausuren einzufordern. Dies wird am Beispiel des Modellierens gezeigt. Einer Darstellung der Unterrichtssequenz folgt als Kernstück eine Analyse von Schülerlösungen zu einer Aufgabe mit hohen Modellierungsanteilen und Darlegung der zugehörigen Bewertungskriterien. Ob das Beispiel nur die zugrunde liegende Allaussage widerlegt oder Verallgemeinerungspotential besitzt, kann bzw. muss diskutiert werden.
    Welche Rolle spielen digitale Medien? Sie sind hier notwendige Voraussetzung für eine schülerorientierte, sachgerechte Bearbeitungsmöglichkeit in einer Klausur. In fast dialektischer Weise muss und wird dann aber auch etwas über die Rolle rechnerfreier Anteile in Unterricht und Klausur gesagt werden müssen.

  7. Anke Lindmeier, Kiel (Keynote)
    Medien im Fachunterricht - Welche Rolle spielt die Fachdidaktik im Innovationsprozess?
    Die Einführung digitaler Medien im Fachunterricht kann als Innovationsprozess verstanden werden. In diesem Vortrag wird geklärt, was Innovationsprozesse von bloßen Neuerungen unterscheidet und ausgelotet, welche Konsequenzen bzw. Desiderata sich speziell für den fachdidaktischen Diskurs daraus ergeben. Im Vortrag werden dafür drei verschiedene Diskursfelder skizziert: Der gesellschaftliche Diskurszeigt, dass in unserer Gesellschaft eine relative Skepsis gegenüber der Digitalisierung vorliegt, die sich auch in Bezug auf Medien im Fachunterricht niederschlägt. Der aktuelle bildungspolitischen Diskurs setzt dagegen und forciert die Einführung von Medien in Lernumwelten aktuell über einen top-down Ansatz. Dabei weisen die Dokumente aber noch große Inkonsistenzen auf. Ein Blick in den wissenschaftlichen Diskurs (aus fach-übergreifender und fach-spezifischer Sicht) ergründet, inwiefern diese Inkonsistenzen und offenen Fragen wissenschaftlich geklärt werden können. Dies gelingt bisher nur ansatzweise und die Forschungslage ist wenig kohärent. Aus den zu erwartenden Veränderungen ergeben sich eine Reihe Herausforderungen für die Fachdidaktiken. Der Vortrag arbeitet Ansatzpunkte heraus, wie im Anschluss daran innerhalb der Fachdidaktiken der wissenschaftliche Diskurs über Medieneinsatz im Fachunterricht qualitativ gestärkt werden kann.

  8. Tobias Mai, Paderborn
    Zwischen didaktischem Mehrwert und technischen Verzettelungen: Moderne digitale Mathematikaufgaben
    In den letzten Jahren sind die technischen Möglichkeiten zur Erstellung digitaler Mathematikaufgaben nennenswert vorangeschritten. Damit verbunden ist auch die Hoffnung auf einen didaktischen Mehrwert beim Einsatz solcher Aufgaben. Im Vortrag soll dieser Mehrwert kritisch betrachtet und gleichzeitig ein Blick hinter die Kulissen geworfen werden (manchmal gibt es erstaunliche Hürden). Als Beispiele sollen dazu mit STACK umgesetzten Aufgaben für Vorkurse diskutiert werden.

  9. Anje Ostermann, Kiel
    Ansatz einer Modulkonzeption zur Aus- und Weiterbildung im Bereich Medien im Mathematikunterricht
    Von Lehrerinnen und Lehrern wird gefordert, dass sie „... Möglichkeiten und Grenzen eines anforderungs- und situationsgerechten Einsatzes von Medien im Unterricht" kennen (KMK, 2004, S. 7). Wie die Aus- bzw. Weiterbildung von Lehrenden gestaltet werden muss, um dieses Ziel zu erreichen, ist ungeklärt. Das Projekt „Medien im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht" (MiU) schlägt für die Charakterisierung des Einsatzes von Medien eine Vier-Felder-Tafel vor, die das Medium und den Medieneinsatz auf Sicht- und Tiefenstrukturebene beschreibt. Basierend auf diesen vier Feldern werden erste Ansätze für ein Aus- bzw. Weiterbildungsmodul vorgestellt.

  10. Florian Schacht, Essen
    Zur Rolle von Grundbegriffen, Gegenständen und Merkmalen von Forschung zum sog. digitalen Lernen.
    Transformation der Institution Schule, des Lernbegriffs, sozialer Umgangsformen sowie des Gesellschaftsbegriffs (‚digitale Wissensgesellschaft’) an sich – auf nahezu jeden gesellschaftlichen Teilbereich scheint sich die sog. Digitalisierung massiv auszuwirken. Auch in der bildungspolitischen und in der wissenschaftlichen Diskussion wird dem sog. digitalen Zeitalter eine nicht zu unterschätzende Bedeutung auf den Wandel von Lernformen und Lernprozessen zugesprochen. Gleichzeitig fällt auf, dass einige selbstverständlich genutzte Grundbegriffe z.T. sehr unterschiedlich genutzt werden.
    Vor diesem Hintergrund soll im Vortrag eine Perspektive auf Forschungsanstrengungen zum sog. digitalen Lernen geworfen werden, bei der zunächst die Rolle der Grundbegriffe dieser Domäne kritisch diskutiert wird. Darauf aufbauend wird die Diversität der Forschungsgegenstände im Spannungsfeld von Theorie, Entwicklung sowie Schul- und Fortbildungspraxis diskutiert. Im Ausblick wird schließlich auf die Frage eingegangen, welchen Beitrag werkzeugbezogene Forschungsergebnisse in einer Zeit leisten können, in der Nutzen und Gebrauch digitaler Werkzeuge auch über die Grenzen des Arbeitskreises hinweg anerkannt zu sein scheinen.

  11. Michaela Scheuring, Koblenz-Landau
    Wie beeinflussen Simulationen das funktionale Denken?
    Ergebnisse einer empirischen Studie – qualitativ beleuchtet.
    Funktionale Zusammenhänge sind grundlegend für den Mathematikunterricht und bereiten Schülerinnen und Schülern (SuS) immer wieder Schwierigkeiten. Oft stehen ihnen über Alltagserfahrungen unbewusst entwickelte Fehlvorstellungen bereits zu Beginn der unterrichtlichen Behandlung der Thematik im Weg. Diese Fehlvorstellungen erschweren die Entwicklung von adäquaten Vorstellungen der SuS zu funktionalen Zusammenhängen. Damit ist die Frage virulent, wie funktionales Denken von SuS, insbesondere durch Simulationen, gefördert werden kann.
    Im Rahmen einer empirischen Interventionsstudie, die zur Förderung des funktionalen Denkens von Beginn an (Jahrgangsstufe 6) gestaltet wurde, konnte mittels Pre-Post-Test gezeigt werden, dass der Einsatz von Simulationen in einer auf Experimenten aufbauenden Lernumgebung einen signifikanten Effekt (p < 0.001, d = 0.849) auf das funktionale Denken von Sechstklässlern hat. Die dazu verwendeten Simulationen wurden in GeoGebra mit dem Ziel gestaltet, durch dynamische Verknüpfung einer simulierten Situation mit dem Graphen der zugrundeliegenden Funktion das funktionale Denken von SuS zu fördern. Die Vorteile des Multi-Repräsentations-Systems, als welches GeoGebra aufzufassen ist, und die Möglichkeiten, die animierte sowie interaktive Simulationen mit sich bringen, wurden mit Blick auf die grundlegenden Aspekte funktionalen Denkens Zuordnung, Änderungsverhalten und Funktion als Objekt eingesetzt und genutzt. Eine sich anschließende qualitative Inhaltsanalyse von schriftlich vorliegenden Schülerdokumenten aus der Intervention zeigte, auf welche Facetten des funktionalen Denkens die Simulationen in der von uns verwendeten Gestalt Einfluss nahmen.
    Nach der Vorstellung der zugrundeliegenden Studie und der quantitativen als auch qualitativen Ergebnisse werden im Rahmen dieses Vortrags aus der Verbindung der unterschiedlichen Resultate Empfehlungen für den Einsatz des digitalen Werkzeuges GeoGebra im Rahmen des Mathematik-Labors „Mathe ist mehr“ (http://mathe-labor.de) und des Unterrichts abgeleitet. Im Mittelpunkt stehen dabei der Einstieg in das Thema funktionale Zusammenhänge sowie die Möglichkeiten mittels Simulationen die notwendigen Grundvorstellungen für die Auseinandersetzung mit dieser Thematik aufzubauen. Dies hat Implikationen für die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften mit Blick auf die Nutzung von GeoGebra für den Einstieg in das Thema funktionale Zusammenhänge.

  12. Reinhard Schmidt, Engelskirchen
    VORBEREITUNG DER NÄCHSTEN LEHRERGENERATION AUF DAS „DIGITALE
    LERNEN“ IN DER SCHULE
    In der Lehrerausbildung stehen wir vor der Aufgabe, die angehenden Lehrerinnen und Lehrer in hinreichendem Maße auf eine Schule vorzubereiten, die digitale Bildung sinnvoll realisiert. Welche Konsequenzen hat das für die Gestaltung der Ausbildung?
    Während sich mathematikspezifische digitale Werkzeuge wie GeoGebra weitgehend im Mathematikunterricht und mehr und mehr auch in der Lehrerausbildung etabliert haben, ist die Frage offen, wie Werkzeuge, die nicht spezifisch für den Mathematikunterricht entwickelt wurden (wie digitale Lernpfade, digitale Schulbücher, Etherpads, Wikis, Videos, ARS etc.), didaktisch sinnvoll eingesetzt und in welcher Weise sie Gegenstand der Ausbildung werden können.
    Im Vortrag sollen Möglichkeiten für eine Integration beider Arten von Werkzeugen in die Ausbildung im Referendariat ebenso wie die Frage, wie Lehrerausbildung Modell für das „Digitale Lernen“ in der Schule sein kann, diskutiert werden.

  13. Ronny Sitter, Chemnitz
    Mathe Go: Mathematiklernen mit Augmented Reality in einem außerschulischen Setting
    In diesem Dissertationsprojekt plant der Autor einen Prototyp einer Augmented Reality-Lernapp zu entwickeln, die eine Lernmöglichkeit für Kinder auf Grundschulniveau und darüber hinaus bietet. Die mathematische Lernumgebung beinhaltet ein außerschulisches Setting. Die 3D-AR-Visualisierungen von mathematischen Inhalt sollen dabei kontextbezogen über das Echtzeit-Kamerabild eines Tablets oder Smartphone gelegt werden, um die Entwicklung von Größen- und Proportionsvorstellungen des Lerners zu unterstützen. Die AR-Software wird markerlos funktionieren, so dass diese flexibel in einem Outdoor-Setting eingesetzt werden kann.
    AR-Software bietet eine neue Möglichkeit Informationen zu handhaben und darzustellen. Das Konzept zielt darauf ab, den Novelty-Aspekt zu nutzen, um Neugier und Interesse zu wecken und somit für motivationale Zwecke zu nutzen. Darüber hinaus bietet die schnelle technologische Entwicklung in diesem Bereich viele neue Möglichkeiten zu entdecken und wissenschaftlich zu untersuchen, denn dieses neue Gebiet ist noch nicht einmal ansatzweise untersucht. Aus diesem Grund plant der Autor zunächst ein exploratives Design mit Nutzungsprotokollen, Audio- und Videoaufzeichnungen und qualitativen Interviews. Die vorläufige Forschungsfrage lautet, ob und wie AR-Anwendungen mathematisches Denken und motivationale und emotionale Lernbedingungen beeinflussen können.

  14. Jens Weitendorf, Norderstedt
    Regression, ein Thema, das in vielerlei Hinsicht für den Einsatz neuer Medien geeignet ist
    Das Thema Regression fand bisher im Unterricht kaum Beachtung. Insbesondere für den Physikunterricht wäre aber eine Behandlung bedeutsam. Zu erhaltenen Messwerten, denen eine lineare Abhängigkeit zugrunde liegt, legen die Schülerinnen und Schüler nach Gefühl eine Gerade in ein Koordinatensystem. Davon ausgehend lassen sich Kriterien für eine optimale Anpassung erörtern.
    Dass gerade für den Umgang mit Daten und insbesondere Messdaten der Einsatz neuer Medien sinnvoll ist, braucht meines Erachtens nicht weiter diskutiert zu werden. Im Rahmen des Vortrags sollen noch weitere Aspekte angesprochen werden.
    So lässt sich am Beispiel der Behandlung der Regression im Unterricht darstellen, an welchen Stellen der Einsatz neuer Medien sinnvoll ist. Insbesondere wird an Hand des Beispiels gezeigt, in wie fern Schülerinnen und Schüler selbst mit Medienunterstützung aktiv werden können und auch die Grenzen der Schüleraktivierung werden diskutiert. Nach Hischer ist es für den Einsatz neuer Medien erforderlich, dass auch die Medien selbst zum Unterrichtsgegenstand werden; auch dieser Aspekt wird beleuchtet. 




4. Einladung

Mit ihrer „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“ formulieren Bund und Länder das Ziel, Bildung unter den Bedingungen und Möglichkeiten einer digital geprägten Welt neu zu fassen (PDF-Datei). Das ist zu begrüßen, denn angesichts der ubiquitären Präsenz von Computer, Tablet, Smartphone und Co. in der Alltags- und Lebenswelt unserer Schülerinnen und Schüler geht es nicht mehr darum, ob digitale Medien genutzt werden sollen, sondern um das Wie.

Bezüglich des Wie formulieren Bund und Länder in ihren Strategiepapieren allerdings primär medienpädagogische und -didaktische Ziele. Diese müssen – so hält es auch die GDM in ihrem Positionspapier zur Bildungsoffensive (PDF-Datei) fest – um spezifisch fachdidaktische Ziele ergänzt werden: „Wir erachten die Akzeptanz der Lehrkräfte für den Einsatz digitaler Medien und Werkzeuge in ihrem Fachunterricht als wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Bildungsoffensive in Schulen und Hochschulen erfolgreich gelingt. Für diese Akzeptanz brauchen wir eine Lehrerbildung, die die Möglichkeiten und Grenzen digitaler Medien und Werkzeuge für das fachliche Lernen und Lehren forschungsbasiert und praxisorientiert thematisiert. Auch für die Formulierung qualitätssichernder Standards für fachbezogene digitale Bildungsangebote ist es essentiell, Erkenntnisse aus fachdidaktischer Forschung und Praxiserfahrung zum Medieneinsatz heranzuziehen.“

Die Herbsttagung 2017 des AK MdW versteht sich als Plattform für die Präsentation und Diskussion
der spezifisch fachdidaktischen Perspektive auf den Einsatz digitaler Medien und Werkzeuge.

Wir rufen Forschende und Lehrende auf, mit ihren Beiträgen ein aussagekräftiges Bild der fachdidaktischen und -praktischen Expertise des „digitalen Lernens“ im Mathematikunterricht zu zeichnen. Zu diesem Bild gehören u.a.:

  • Dynamik, Interaktivität, Multimedialität
  • Adaptives und differenziertes Feedback
  • Open Educational Resources
  • Digitale Medien in Prüfungen
  • Medial geprägte Fachsprache
  • Digitale Aufgabenkultur
  • Digitale Werkzeuge in der Ausbildung, Fort- und Weiterbildung

Mögliche Präsentationsformen sind Vorträge und Poster, ebenso Workshops für die regionale Lehrerfortbildung. Der Tagungsort ist die Pädagogische Hochschule Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 561, 69120 Heidelberg. Die Teilnahmegebühr als Verpflegungspauschale umfasst 40 €. Reise- und Unterkunftskosten trägt jeder selbst. Eine Auswahl empfehlenswerter und tagungsnaher Hotels finden Sie hier (PDF-Datei).

Anmeldungen sind ggf. bei Angabe eines Titels, einer Kurzzusammenfassung (max. 500 Zeichen) und der gewünschten Präsentationsform bis zum 15. August 2017 an This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. erwünscht.

Wir freuen uns auf Sie!

Leitung und Kontaktadressen

Außerdem: Auf der Mitgliederversammlung in Heidelberg steht u. A. die turnusmäßige Wahl neuer Sprecher bzw. Sprecherinnen an. Vorschläge sind willkommen, bitte melden Sie sie bei uns.




Über den Arbeitskreis Mathematikunterricht und digitale Werkzeuge

Der AK blickt auf eine insgesamt über dreißigjährige Geschichte zurück. Tradition sind die jährlichen Herbsttagungen (in der Regel 3 Tage am letzten Wochenende im September) mit Teilnehmenden aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Deutschland. Der Stand der Diskussion und die Vorträge werden in Tagungsbänden veröffentlicht. Der Teilnehmendenkreis umfasst die verschiedenen am Mathematikunterricht und seiner Entwicklung interessierten Gruppen: Lehrende aller Schularten, aus den Studienseminaren, aus der universitären Didaktik und aus den Kultusministerien.

Selbstbeschreibung

Der Arbeitskreis versteht sich als eine Plattform für die fachdidaktische Diskussion der Potentiale und Phänomene des Einsatzes digitaler Werkzeuge in Schule und Hochschule. Dabei nimmt er insbesondere die Wirkungen dieser Werkzeuge auf das Lernen und Lehren von Mathematik in den Blick:

  • Digitale Werkzeuge erweitern und verändern den Zugang zu mathematischen Begriffen und Verfahren, indem sie Möglichkeiten zur Vernetzung, Dynamisierung und Interaktion eröffnen.
  • Digitale Werkzeuge verändern den Umgang mit Mathematik beim Argumentieren, Problemlösen, Modellieren, Darstellungen Verwenden, Rechnen und Kommunizieren.
  • Digitale Werkzeuge sind Produkte der Informatik. Sie ermöglichen die  Verankerung informatischer Ideen wie Formalisierung, Algorithmisierung und Modularisierung auch im Mathematikunterricht.
  • Digitale Werkzeuge verändern die Unterrichtspraxis und stellen neue Anforderungen an das Klassenmanagement.
  • Digitale Werkzeuge sind allgegemwärtig und berühren so Fragen zur Allgemeinbildung wesentlich.

Zu einer kritischen und fruchtbaren Diskussion der Wirkungen digitaler Werkzeuge auf das Lernen und Lehren von Mathematik gehören die Perspektiven von Forschung und Praxis gleichermaßen; der Arbeitskreis ist daher Ort für theoretische Reflexionen, empirische Beobachtungen und unterrichtspraktische Ideen.

Mitgliedschaft und Mailingliste

Offizielle Mitteilungen des AK erfolgen über die Mailingliste des Arbeitskreis. Bitte tragen Sie sich dort ein, wenn Sie die Einladungen zur Mitgliederversammlung und die Aussendungen zu den AK-Tagungen erhalten möchten. Alle Mails finden Sie im Archiv.

Konto

Zahlungen an den Arbeitskreis (Tagungsgebühren) können nur unbar auf das Konto des Arbeitskreises entgegengenommen werden:

Anselm Lambert
BANK 1 SAAR
IBAN DE84 5919 0000 0187 8950 14

AK-Tagungen

Der Arbeitskreis tagt i.d.R. jährlich am letzten Wochenende im September.

Vergangene Tagungen

2016

Keine Tagung

2015 Alternatives lernen - alternatives Lernen
Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Kurzfassungen der Beiträge (Saarbrücken)
2014 Werkzeuge nutzen! - Nutzen Werkzeuge?
Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Kurzfassungen der Beiträge (Halle)
Gemeinsam mit der CADGME 2014
2013 Diskrete Mathematik
1. Aussendung
Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Kurzfassungen der Beiträge (Saarbrücken)
2012 Quo vadis?
1. Aussendung
Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Kurzfassungen der Beiträge (Soest)
2011 Verfügbare Digitale Werkzeuge im Mathematikunterricht richtig nutzen
1. Aussendung für die Herbsttagung 2011
Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Kurzfassungen der Vorträge.Tagungsdokumentation (Kennwortgeschützt).
AK MUI 2011 (Soest)
2010 Geometrie 2030 - Zwischen Holodeck und Kreidetafel
1. Aussendung für die Herbsttagung 2010
2. Aussendung für die Herbsttagung 2010
Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Kurzfassungen der Vorträge.
2009 Zur Zukunft des Analysisunterichts vor dem Hintergrund der Verfügbarkeit Neuer Medien (und Werkzeuge)
1. Aussendung für die Herbsttagung 2009
Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Kurzfassungen der Vorträge.
Handout zur AK-Sitzung in Oldenburg März 2009
Protokoll zur AK-Sitzung in Oldenburg März 2009
2008 Medien vernetzen
1. Aussendung
Liste der Teilnehmer(inn)en und Beiträge
2007 Aufgaben mit Technologieeinsatz im Mathematikunterricht
Protokoll der AK-Sitzung in Berlin April 07
2006 Computerwerkzeuge und Prüfungen
Protokoll der AK-Sitzung in Osnabrück März 06
2005 Informatische Ideen im MU
Protokoll der AK-Sitzung in Bielefeld März 05
2004 Neue Medien und Bildungsstandards
2003 "WWW und Mathematik - Lehren und Lernen im Internet"
2002 Lehr- und Lernprogramme für den Mathematikunterricht
2001 Medien verbreiten Mathematik
2000 Lernen im Mathematikunterricht mit Neuen Medien
1999 Standardthemen des Mathematikunterrichts in moderner Sicht
1998 Modellbildung, Computer und Unterricht
1997 Geometrie und Computer - Suchen, Entdecken, Anwenden
1996 Computer und Geometrie - Neue Chancen für den Geometrieunterricht?
1995 Rechenfertigkeit und Begriffsbildung - Zu wesentlichen Aspekten des Mathematikunterrichts vor dem Hintergrund von Computersystemen
1994 Fundamentale Ideen - Zur Zielorientierung eines künftigen Mathematikunterrichts unter Berücksichtigung der Informatik
1993 Mathematikunterricht und Computer - neue Ziele oder neue Wege zu alten Zielen?
1992 Wieviel Termumformung braucht der Mensch? - Fragen zu Zielen und Inhalten eines Mathematikunterrichts angesichts der Verfügbarkeit informatischer Methoden?
1991 Mathematikunterricht im Umbruch? - Erörterungen zur möglichen "Trivialisierung" von mathematischen Gebieten durch Hardware und Software

Veröffentlichungen

Viele Tagungsbänden sind zum Download erhältlich. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten der Tagungsbände gibt es beim Franzbecker-Verlag.

Leitung und Kontaktadressen